Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

PARKPLÄTZE: Neues Car-Angebot ist ein Flop

Die Stadt bietet zu wenig Carparkplätze, dennoch nutzen die Chauffeure die neuen Abstellplätze im Depot der Verkehrsbetriebe VBL nicht. Ein Grund dürften die Kosten sein.
Oliver Schneider
Busse im vbl-Depot an der Tribschenstrasse in Luzern (Symbolbild) (Bild: Stefanie Nopper ( Luzerner Zeitung))

Busse im vbl-Depot an der Tribschenstrasse in Luzern (Symbolbild) (Bild: Stefanie Nopper ( Luzerner Zeitung))

Oliver Schneider


stadt@luzernerzeitung.ch

Es war ein grosszügiges Entgegenkommen bei der Suche nach genügend Carparkplätzen in der Stadt Luzern: Seit zwei Monaten stellen die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) in ihrem Depot im Tribschen acht Carparkplätze zur Verfügung. Ausländische Reisecars könnten dort an Werktagen von 8 bis 17 Uhr für 12 Franken pro Stunde parkieren. «Das Angebot wurde aber seit der Einführung am 3. Juli kein einziges Mal genutzt», sagt VBL-Mediensprecher Christian Bertschi auf Anfrage.

Die VBL hätten das Angebot der Stadt und Luzern Tourismus bekanntgegeben. «Trotzdem wissen die Carfahrer offenbar gar nichts davon», so Bertschi. Ziel war es, die angespannte Situation in Bezug auf das Parkplatzproblem ein wenig zu entschärfen. «Wir sehen es jedoch nicht als unsere Aufgabe, und es fehlen uns die Ressourcen, um die Parkplätze auch noch zu vermarkten.»

Parkplätze der VBL sind die teuersten

Der Stadt Luzern ist die fehlende Nachfrage bekannt, wie Daniel Meier, Leiter des Tiefbauamts, sagt: «Wir haben bei Luzern Tourismus insistiert, dass die Car­unternehmen besser informiert werden.» Die neuen Parkmöglichkeiten für Cars seien kommuniziert worden, hält Tourismusdirektor Marcel Perren entgegen: «Wir haben das Angebot bestmöglich integriert.» So wird auf der Homepage von Luzern Tourismus auf die Parkplätze im VBL-Depot hingewiesen. Zudem seien auch die Tourguides sowie die Securitas informiert worden, welche direkten Kontakt zu den Chauffeuren pflegen. «Zu den Gründen der ausbleibenden Nutzung können wir nichts sagen. Erfahrungsgemäss braucht es aber eine gewisse Zeit, bis neue Angebote auch wirklich bekannt sind», sagt Perren.

Am Standort kann es laut Bertschi nicht liegen. «Unser Depot ist nicht weiter vom Zentrum entfernt, als die Parkplätze beim Verkehrshaus.» Mit 12 Franken pro Stunde seien sie zwar die teuersten, jedoch würden die Cars auf gedeckten Abstellplätzen stehen, und es bestehe zusätzlich die Möglichkeit, sie in der VBL-Waschanlage zu putzen. Zum Vergleich: Beim Brüelmoos kostet der Parkplatz nur 3 Franken pro Stunde, an zentraler Lage beim Inseli 10 Franken.

Im Oktober wird über die Zukunft entschieden

Für die VBL bedeutet das Angebot einen zusätzlichen Aufwand, erklärt Bertschi. «Es wurde personell aufgestockt, damit der Empfang für die Carfahrer auch über den Mittag besetzt ist.» Dies sei auch ein Grund für die höheren Gebühren.

Vorerst bleibt das Angebot noch bestehen, da die Carreisesaison auch im September noch voll im Gange ist. Erst im Oktober gehen die Carreisen langsam zurück. «Wir werden die Situation Ende September nochmals beurteilen», sagt Bertschi. Natürlich brauche ein solches Projekt immer eine gewisse Anlaufzeit, für die VBL sei der zusätzliche Aufwand aber sinnlos, wenn das Angebot nicht genutzt werde. «Im Fall einer definitiven Einführung des Parkierungsangebots müsste die Frage der ungedeckten Kosten noch mit der Stadt geklärt werden», sagt Bertschi.

Grundsätzlich sollte die Nachfrage für Carparkplätze vorhanden sein. Gemäss einer Analyse braucht die Stadt 11 Anhalteplätze und 120 Carparkplätze. Anhalteplätze hat es derzeit genug, Carparkplätze zum Zwischenhalt gibt es indes nur 70.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.