Parkplatzbeirtschaftung
In Ebikon werden Autofahrer fürs Parkieren künftig vermehrt zur Kasse gebeten

Die Parkplatzbewirtschaftung in Ebikon ist bisweilen uneinheitlich geregelt. Ab August 2021 werden sämtliche öffentlichen Parkplätze auf dem Gemeindegebiet bewirtschaftet – und damit grossmehrheitlich gebührenpflichtig.

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Bei der Rotseebadi ist das Parkieren bereits heute gebührenpflichtig.

Bei der Rotseebadi ist das Parkieren bereits heute gebührenpflichtig.

Bild: PD

(zim) Abgesehen von den öffentlichen Parkplätzen bei der Rotsee-Badi, dem Lindenhof sowie auf dem Gemeindehaus- und dem Pfarreiheimplatz stehen öffentliche Parkplätze in Ebikon bisher gratis und zeitlich unbeschränkt zur Verfügung. Das führt dazu, dass Parkplätze teilweise als kostenlose Langzeitparkflächen missbraucht werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Ebikon vom Donnerstag.

Zudem kann beobachtet werden, dass auswärtige Pendler ihr Auto tagsüber in Ebikon parkieren und dann mit der S-Bahn oder Bus weiter in Richtung Stadtzentrum fahren. «So kommt es leider immer wieder vor, dass ein eigentlich ausreichend zur Verfügung stehendes Parkplatzangebot denjenigen verwehrt bleibt, die in Ebikon wohnen oder hier arbeiten und auf ein Auto sowie auf öffentliche Parkmöglichkeiten angewiesen sind», wird Hans Peter Bienz, Gemeinderat Planung & Bau, in der Mitteilung zitiert.

Bereits 2014 hatten die Ebikoner dem neuen Parkplatzreglement mit 60 Prozent Ja zugestimmt, womit auch die Einführung von Parkgebühren beschlossen wurde. Diese setzt man seither etappenweise um. Laut Mitteilung wird die Forderung einer Mehrheit der Ebikoner Parteien und Kommissionen nach einer flächendeckenden Einführung der Parkplatzbewirtschaftung immer stärker. Die Planungs-, Umwelt- und Energiekommission (Puek) war im Prozess der Parkplatzbewirtschaftung involviert und unterstützt laut Mitteilung die Bewirtschaftung ebenfalls.

Gebühren für das zeitlich beschränkte Parkieren

Die Parkplatzverordnung bildet die Grundlage für die Parkplatzbewirtschaftung in Ebikon. Die Bewirtschaftung auf dem gesamten Gemeindegebiet wird im August 2021 eingeführt. Diese hat laut Mitteilung nicht zwingend eine Gebührenerhebung zur Folge. So werden in der Verordnung auch die gebührenfreien Zonen A bis G unterschieden, bei welchen täglich zwischen 5 und 19 Uhr eine maximale Parkdauer von 1 bis 3 Stunden gilt. Die Parkplätze in den Zonen 1 bis 6 werden hingegen gebührenpflichtig. Die Bewirtschaftung gilt täglich zwischen 5 und 19 Uhr. Autos dürfen maximal sechs Stunden parkiert werden. Ausgenommen ist die Zone 6 (Gemeindehausplatz), wo eine maximale Parkdauer von einer Stunde gilt.

Zur vorliegenden Lösung wird Hans Peter Bienz folgendermassen zitiert:

«Wir sind uns bewusst, dass die Bewirtschaftung von Parkplätzen bei Autofahrerinnen und Autofahrern keine Begeisterung auslösen wird.»

Trotzdem sei es an der Zeit für diese Lenkungsmassnahme – sowohl aus ökologischen, aber auch aus finanziellen Überlegungen. Dazu Bienz: «Mit der Parkplatzverordnung entsteht ein für alle einheitliches, transparentes und faires Bewirtschaftungssystem.» Das Angebot an Parkplätzen werde für diejenigen zuverlässiger zur Verfügung stehen, welche tatsächlich auf ein Auto angewiesen sind.

Tages- und Dauerparkkarten online oder per App kaufen

Die Parkkarten sind gemäss Mitteilung rein digital und können über das Internet unter ebikon.ch, parkingpay.ch oder via der App Parkingpay gekauft werden. Es stehen Tages-, Monats- und Jahresparkkarten zur Verfügung. Die Tagesparkkarte kostet 6 Franken für Personenwagen und 25 Franken für Cars und Busse. Eine Monatsparkkarte für Anwohner, Firmen oder Handwerker kostet 50 Franken. Eine Jahresparkkarte ist zum Preis von 500 Franken erhältlich.