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Parkuhren laufen jetzt mit digitalem Geld – Twint hält in der Stadt Luzern definitiv Einzug

Nach einer Testphase führt die Stadt Luzern flächendeckend das Bezahlen von Parkgebühren per App ein. Andere Gemeinden ziehen mit.
Beatrice Vogel
In der Stadt Luzern können die Parkuhren für Autos per Twint bezahlt werden. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 3. Oktober 2019)

In der Stadt Luzern können die Parkuhren für Autos per Twint bezahlt werden. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 3. Oktober 2019)

Langsam aber sicher hält die Digitalisierung auch im Strassenverkehr Einzug. Neuestes Beispiel: Das Bezahlen von Parkgebühren via App. Was in der Stadt Zug seit Mai möglich ist, wird nun in Luzern flächendeckend eingeführt. Künftig kann man bei allen städtischen Parkuhren mit der Banken-App Twint bezahlen. Im Laufe der kommenden Wochen – spätestens bis Ende Oktober – werden die Parkuhren mit dem dafür benötigten QR-Code versehen, teilt die Stadt Luzern mit.

Bereits seit einem knappen Jahr läuft die Testphase mit 50 Parkplätzen in der Kleinstadt. «Wir haben durchwegs positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten und stellen fest, dass die digitale Bezahlfunktion zunehmend verwendet wird», sagt Martin Urwyler, Projektleiter Mobilität bei der Stadt Luzern. Derzeit werde bei den 50 Parkplätzen monatlich rund 300 Mal digital bezahlt, «Tendenz steigend». Welchen Anteil aller Zahlungen das ausmacht, wurde nicht erhoben.

Weiterhin kann man auch mit Bargeld bezahlen. Die App hat jedoch einen grossen Vorteil: Wer nicht die gesamte bezahlte Parkzeit nutzt, kann sich den Restbetrag zurückerstatten lassen. Urwyler:

«Wenn man nicht weiss, wie lange man den Parkplatz benötigt, kann man die maximal erlaubte Parkdauer eingeben, ohne dass man dabei Geld verliert.»

Nicht möglich bleibt hingegen die Kartenzahlung, ausser bei Parkfeldern mit zentralem Terminal, so etwa beim Lido oder auf der Allmend.

Die Stadt hat sich gemäss Martin Urwyler deshalb für Twint entschieden hat, weil es die offizielle App der Schweizer Banken ist, die für solche Zwecke entwickelt wurde. «Bei anderen Bezahl-Apps ist der Datenschutz möglicherweise nicht gewährleistet.» Die Kosten für die Umrüstung der Parkuhren betragen 8000 Franken. Twint erhält 4,5 Prozent der Einnahmen pro Transaktion.

Horw und Kriens rüsten ebenfalls auf

Eine flächendeckende Einführung der Bezahl-Apps Twint, Parkingpay und Easypark ist in den kommenden Monaten auch auf den 750 öffentlichen Parkplätzen in Horw geplant. Der genaue Zeitpunkt sei noch nicht ganz klar, da noch technische Abklärungen laufen, heisst es von Seiten der Gemeinde.

Bargeldloses Zahlen der Parkgebühr ist seit dem Sommer auch in Kriens möglich, konkret beim Parkplatz Kleinfeld. Dort kann man nicht nur per Twint, sondern auch mit Kredit- und Debitkarten zahlen. Auch beim neuen Parkplatz Stadthaus sowie bei den öffentlichen Parkplätzen Gallusstrasse und Fenkern wurden die zentralen Parkuhren für Twint, Parkingpay und Easypark ausgerüstet. Dasselbe gilt für das Parking Lindenpark, das ab 2020 von der Öffentlichkeit benutzt werden kann. «Es ist die Absicht, beim künftigen Ersatz von Parkuhren diese mit dem bargeldlosen Bezahlsystem auszustatten», sagt Bauvorsteher Matthias Senn (FDP). Jedoch sei nicht vorgesehen, alle Parkuhren auf einmal umzurüsten. Senn:

«Da das System neu ist, haben wir noch keine Erfahrungen, wie hoch der Anteil der Benützer ist, die bargeldlos bezahlen.»

In Emmen gibt es derzeit keine Parkuhren mit digitaler Bezahlmöglichkeit. Auf Anfrage heisst es jedoch, dies sei «definitiv ein Thema, mit dem sich die Gemeinde in naher Zukunft befassen wird». In Ebikon ist die Umrüstung der Parkuhren für digitale Bezahlmöglichkeiten derzeit kein Thema.

So funktioniert das Bezahlen per App

Ist die App Twint auf dem Smartphone installiert, scannt man damit den QR-Code an der Parkuhr. Danach muss das Fahrzeugkennzeichen eingegeben und die Parkdauer gewählt werden. Die Bezahlung erfolgt über das in der App hinterlegte Zahlungsmittel. Bei einem vorzeitigen Abbruch der Parkzeit wird der Differenzbetrag via App zurückerstattet.

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