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PARLAMENT: Kantonsrat gibt grünes Licht für Luzerner Informatikmittelschule

Der Kanton Luzern schafft zusätzliche Ausbildungsplätze für Informatiker. Das Parlament hat ein neues Ausbildungsangebot am Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum in Luzern und am Berufsbildungszentrum in Sursee gutgeheissen.
Zwei Informatiker in einem Computerraum bei der Arbeit. (Symbolbild Keystone)

Zwei Informatiker in einem Computerraum bei der Arbeit. (Symbolbild Keystone)

Es gebe nicht genügend Softwareentwickler, lautete das Fazit von Regierung und Parlament. Die geplante Schule sei eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Informatik-Ausbildungsangebote.

Die neue kantonale Informatikmittelschule soll auf den 1. August 2017 eröffnet werden. Vorgesehen ist eine praxisorientierte, vierjährige Ausbildung, die mit der kaufmännischen Berufsmatura abgeschlossen wird.

Barbara Lang (SVP, Hellbühl) kritisierte dies. Sie würde eine technische Berufsmatura vorziehen. Ins gleiche Horn stiess Gaudenz Zemp (FDP, St. Niklausen). Nur mit einer technischen Matur sei ein bedingungsloser Zugang zur technischen Fachhochschule möglich. Es sei unglücklich, dass an der neuen Schule nicht mehr Mathematik unterrichtet werde. Bildungsdirektor Reto Wyss begründete den Entscheid für die kaufmännische Matur mit den Kosten.

Die Schule wird am Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum in Luzern angesiedelt, wobei die Schüler den berufskundlichen Unterricht am Berufsbildungszentrum in Sursee erhalten sollen. Dort wird bereits Informatik unterrichtet. Ali R. Celik (Grüne, Luzern) fragte sich, ob zwei Standorte für die Schule langfristig Sinn machten.

Für Kleinbetriebe mit Praktikumsplätzen

Finanziert wird die Informatikmittelschule weitgehend damit, dass eine der vier Klassen der Wirtschaftsmittelschule in Luzern aufgehoben wird. Priska Wismer (CVP, Rickenbach) sagte, es handle sich somit um eine Umstrukturierung.

Mit der Vorlage zufrieden waren auch SP und GLP. Die Schule schliesse gerade für Kleinbetriebe mit Praktikumsplätzen eine Lücke, sagte Markus Baumann (GLP, Luzern).

Rosy Schmid (FDP, Hildisrieden) lehnte die Vorlage ab. Sie bringe eine Abkehr von der dualen Bildung. Sie bezweifelte, ob die Schule viel zur Beseitigung des Fachkräftemangels bringen könne.

Bildungsdirektor Reto Wyss sprach dagegen von einer massgeschneiderten Lösung. Diese entspreche den aktuellen finanziellen Verhältnissen und sei flexibel.

Das Parlament stimmte dem Kantonsratsbeschluss über die Errichtung einer Informatikmittelschule mit 101 zu 7 Stimmen zu. (sda)

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