Parlament lehnt Südzubringer-Initiative ab

Nach dem Stadtrat lehnt auch das Stadtparlament die Juso-Initiative «Kein Südzubringer in die Stadt Luzern» ab. Das Volk stimmt am 25. November an der Urne über die Initiative ab.

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Mit dem Südzubringer soll die Pilatusstrasse entlastet und als eine der wichtigsten Einkaufstrassen attraktiver gestaltet werden. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Mit dem Südzubringer soll die Pilatusstrasse entlastet und als eine der wichtigsten Einkaufstrassen attraktiver gestaltet werden. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Südzubringer: Im Zentrum des Projekts steht ein langer Tunnel von der Autobahn ins Luzerner Neustadt-Quartier. (Bild: Neue LZ)

Südzubringer: Im Zentrum des Projekts steht ein langer Tunnel von der Autobahn ins Luzerner Neustadt-Quartier. (Bild: Neue LZ)

Der Grosse Stadtrat lehnte am Donnerstag die Juso-Initiative mit 23 zu 21 Stimmen knapp ab. Der Südzubringer ist Teil der künftigen Stadtumfahrung. Demnach sollen Autofahrer künftig direkt von der Autobahneinfahrt Luzern-Kriens via Tribschenquartier zum Bahnhof Luzern fahren (siehe Grafik).

Laut Befürwortern bietet der Südzubringer viele Vorteile wie durchgehende Busspuren, weniger Verkehr im Stadtzentrum und mehr Lebensqualität auf der Pilatusstrasse. Gegner befürchten genau das Gegenteil: mehr Strassen würden mehr Individualverkehr anziehen. Die Juso, welche die Initiative lanciert hat, will be­reits die Pla­nung eines Süd­zu­brin­gers ver­hin­dern. Der Südzubringer respektive die Spange Süd ist Bestandteil des Agglomerationsprommes Luzern. Mit der Projektierung kann nicht vor 2020 begonnen werden. Vorsichtige Schätzungen gehen von 250 Millionen Franken aus, plus/minus 50 Prozent.

Für den Südzubringer setzt sich die TCS Sektion Waldstätte ein. Eine Spange Süd zur Entlastung der Innenstadt sei sinnvoll. Opposition kommt vom Verkehrsclub der Schweiz VCS: Er setzt sich gegen den Südzubringer ein. Nicht der Autoverkehr, sondern der öffentliche Verkehr, Velos und Fussgänger müssten gefördert werden.

Die Volksabstimmung über die Juso-Initiative findet bereits am 25. November statt.

rem

Mehr zur Debatte im Grossen Stadtrat lesen Sie am 28. September in der Neuen LZ.