Parlament wählt CVP-Präsident Ivan Studer mit Glanzresultat zum höchsten Horwer

Der Horwer Einwohnerrat wird in den nächsten zwölf Monaten von Ivan Studer präsidiert. Eigentlich wäre für dieses Amt ein anderer CVPler vorgesehen gewesen.

Roman Hodel
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Als Stimmenzähler sass CVP-Einwohnerrat Ivan Studer bereits seit Längerem auf dem Podest. Diesem wird er nun treu bleiben - er rückt lediglich einen Sitz weiter in die Mitte: Der Einwohnerrat hat Studer an der konstituierenden Sitzung vom Donnerstag in der Horwerhalle mit 27 von 30 Stimmen zu seinem neuen Präsidenten gewählt.

Bild: Roman Hodel (Horw, 3. September 2020)

Studer politisiert seit 2015 im Einwohnerrat, ist Präsident der Ortspartei und Mitglied der kantonalen Parteileitung. Der gebürtige Walliser ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und Mitglied der Direktion bei Swiss Re. Er sagte nach der Wahl:

«Ich freue mich sehr auf das Amtsjahr und werde mein Bestes für die Gemeinde geben.»

Eigentlich war für das Präsidialamt sein Parteikollege Markus Bider vorgesehen - er war vor einem Jahr zum Vizepräsidenten gewählt worden. Doch der langjährige CVP-Einwohnerrat verpasste die Wiederwahl im März überraschend. Als neuen Vizepräsidenten hat der Einwohnerrat mit 26 von 30 Stimmen Stefan Maissen (FDP) gewählt.

Bis zur Wahl von Studer hatte Antonio Simoes als ältestes Mitglied das Parlament präsidiert. Eine spezielle Ehre, denn der SVPler war erst im letztem Februar in den Rat nachgerückt und hatte kurz darauf - Ende März - bereits die Abwahl zu verkraften. Doch dank der Wahl von Astrid David Müller in den Gemeinderat Ende Juni konnte Simoes inzwischen wieder ins Parlament nachrücken.

L20 kritisiert Verteilung der Kommissionssitze

Die neue Immobilien- und Sicherheitsvorsteherin Astrid David Müller war auf Gemeinderatsseite das einzige neue Gesicht, derweil bei den Parlamentariern gleich 9 von 30 Mitgliedern ihre Premiere erlebten; darunter erstmals in Horw zwei Grünliberale. Sie bilden bekanntlich zusammen mit der CVP eine Fraktion (wir berichteten). Dass diese als zweitgrösste Fraktion (neun Ratssitze) in den Kommissionen insgesamt acht Sitze belegt, derweil die L20 als grösste Fraktion (zehn Ratssitze) «nur» sieben Kommissionssitze innehat, sorgte seitens L20 für Unmut. «Bei der Aushandlung der Kommissionssitze hätte es neben allen Sachzwängen Spielraum gegeben, diese Stärkenverhältnisse nach Gewohnheitsrecht auch arithmetisch gerecht abzubilden», sagte L20-Einwohnerrat Martin Eberli in einer Fraktionserklärung vor den Wahlen. Gleichwohl trägt die L20 die bereits im Juli vereinbarte Lösung mit. Eberli: «Damit zeigen wir, dass wir nicht Machtpolitik betreiben, sondern uns im Interesse des Gemeinwohls an sachlichen Lösungen orientieren.»

Tomas Kobi ist höchster Krienser, Lisa Zanolla höchste Luzernerin

Konstituierende Sitzung hiess am Donnerstag auch in den Städten Kriens und Luzern. In Kriens wurde ordnungsgemäss der bisherige Vize Tomas Kobi (Grüne) zum Einwohnerratspräsidenten gewählt, Anita Burkhardt (CVP) zur Vizepräsidentin. In Luzern wurde ebenfalls wie erwartet die bisherige Vizepräsidentin Lisa Zanolla (SVP) zur Grossstadtratspräsidentin gewählt, Vize ist Sonja Döbeli (FDP).

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