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PARLAMENT: Ziel: Ohne Absteigen durch den Velotunnel beim Bahnhof

Die Linke setzt sich durch: Sie will als neue Veloverbindung nicht nur eine «Minimalvariante».
Derzeit muss das Velo im Posttunnel noch geschoben werden. (Bild: David von Moos/Radio Pilatus)

Derzeit muss das Velo im Posttunnel noch geschoben werden. (Bild: David von Moos/Radio Pilatus)

Es ist ein Vorhaben, das schon rund zehn Jahre im Raum steht: Über den ehemaligen Posttunnel beim Bahnhof Luzern sollen Velofahrer von der Zentralstrasse her die Velostation erreichen und so den gefährlichen Bahnhofplatz umfahren. Der Stadtrat wollte dies nun endlich anpacken: Ab etwa 2021 soll der Tunnel zur Velo­verbindung ausgebaut werden. Entlang der Tunnelwände soll es Platz für rund 1000 kostenlose Veloabstellplätze geben (Ausgabe vom 18. August).

Mit diesem Projekt sind die Linken gar nicht zufrieden.«Diese Minimalvariante reicht nicht», sagte SP-Grossstadtrat Mario Stübi. Seine Fraktion stellte deshalb den Antrag, das Geschäft an den Stadtrat zurückzuweisen. Die Begründung: Die SP will, dass der Tunnel bis zum Inseli verlängert wird statt nur bis zur Velostation. Zudem «wollen wir eine Rampe, auf der man fahren kann», so Stübi. Beim jetzigen Vorschlag würden nur Schieberillen installiert, die Velofahrer müssten somit absteigen und das Velo schieben.

Neue Vorlage kommt erst 2018

Grüne und GLP unterstützten den Rückweisungsantrag. Das Projekt genüge nicht, sagte etwa Korintha Bärtsch (Grüne). «Wir brauchen jetzt eine Veloumfahrung und Parkierungsmöglichkeiten am Bahnhof.» Und Jules Gut (GLP) fand es eine Frechheit, dass von Velofahrern erwartet wird, das Velo zu schieben: «Ich möchte mal einen Autofahrer sehen, der aussteigt und sein Auto stösst.» Sowohl Grüne als auch GLP betonten, dass sie trotz der Rückweisung noch 2017 einen neuen Vorschlag erwarten. Stadtrat Adrian Borgula (Grüne), der beherzt für sein Projekt warb, machte klar, dass diese Forderung nicht realistisch sei: «Wir können nicht subito einen Plan B vorlegen, 2017 ist ein neuer Bericht und Antrag nicht möglich.»

CVP: Projekt wird verzögert und teurer

Sowohl FDP als auch CVP unterstützten die Vorlage des Stadtrats, plädierten allerdings ver­geblich für deren Annahme. «Es besteht ein hoher Bedarf an Veloparkplätzen, und die Umfahrung des Bahnhofplatzes ist ein grosser Vorteil», sagte Rieska Dommann (FDP). «Zudem muss man zu den Hauptverkehrszeiten ohnehin vom Velo steigen, weil dann eine Durchfahrt des engen Tunnels kaum möglich ist.» Roger Sonderegger (CVP) zeigte sich erstaunt über das Verhalten der Linken: «Eine Rückweisung zieht eine Verschiebung des Projekts nach sich, und ein Ausbau macht es teurer.» Das vorliegende Projekt sei verhältnismässig, man investiere aber in begrenztem Rahmen. Insbesondere weil der Velotunnel dereinst dem Tiefbahnhof weichen muss, sei dies eine gute Lösung.

Die SVP wollte den Projektierungskredit von 410000 Franken ablehnen, unter anderem aus Kostengründen und weil das Projekt nicht mit dem Tiefbahnhof kompatibel ist.

In der Schlussabstimmung wies das Parlament das Geschäft Velotunnel mit 24 zu 19 Stimmen an den Stadtrat zur Überarbeitung zurück. (bev)

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