PARLAMENTE: Wieviel Mitsprache darfs sein?

Ein Gemeindeparlament bringe mehr Mitsprache, sagen die Befürworter eines Einwohnerrats in Ebikon. In Kriens ist das Parlament einigen Politikern sogar zu aktiv.

Raphael Gutzwiller
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Der Einwohnerrat der Gemeinde Ebikon ist umstritten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Einwohnerrat der Gemeinde Ebikon ist umstritten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Am 30. November wird in Ebikon entschieden, ob ein Gemeindeparlament geschaffen werden soll. Die Parteien sprechen sich fast geschlossen für die Vorlage aus. Der Gemeinderat habe zu viel Macht, finden die Initianten. Einer davon ist der Präsident der FDP Ebikon, René Friedrich. «Ein Einwohnerrat wäre ein Mehrwert für die Demokratie», sagte er kürzlich.

Schon länger kennen andere Gemeinden Einwohnerräte. Kriens zum Beispiel seit 1963. Das dortige Parlament nimmt es mit der politischen Mitsprache ein bisschen zu genau, findet die FDP. Sie hat eine Initiative lanciert, die eine Reduktion von 36 auf 30 Einwohnerräte fordert. «Damit wollen wir erreichen, dass weniger Vorstösse eingereicht werden», sagt FDP-Fraktionschef Thomas Lammer. «Weniger Vorstösse heisste Konzentration aufs Wesentliche.»