Parlamentspräsidenten würdigen Otto Ineichen

National- und Ständerat haben am Donnerstag des verstorbenen Nationalrats Otto Ineichen gedacht. Nationalratspräsident Hansjörg Walter würdigte ihn als echten Patron, wahren Liberalen und guten Freund.

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Der Nationalratsratspräsident Hansjörg Walter und die Ratsmitglieder gedenken des verstorbenen FDP Nationalrats Otto Ineichen mit einem Nachruf am Donnerstag. (Bild: Keystone)

Der Nationalratsratspräsident Hansjörg Walter und die Ratsmitglieder gedenken des verstorbenen FDP Nationalrats Otto Ineichen mit einem Nachruf am Donnerstag. (Bild: Keystone)

Ineichen hinterlasse zuallererst eine äusserst schmerzhafte Lücke in seiner Familie, sagte Walter im Nachruf, den er um 12 Uhr im Nationalratssaal verlas. Aber er hinterlasse auch eine Lücke im Rat und in der Schweizer Politik.

Schon vor seiner Wahl in den Nationalrat 2003 habe er sich als Unternehmer einen Namen gemacht. Als Quereinsteiger habe er sich denn auch öfters geärgert über die Trägheit der Politik.

Seine erste Kinderkrippe in Beromünster wurde im April eröffnet. (Bild: Archiv/Neue LZ)
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25. Luzerner Kantonalschützenfest 2007. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Zentralschweizer Velohelmtag in Baar 2008 (Bild: Archiv/neue ZZ)
Ineichen setzte sich auch für Kinderkrippen ein. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Otto Ineichen, Unternehmer und FDP-Nationalrat aus Sursee. (Bild: Keystone)
Ineichen mit FDP-Nationalrat Albert Vitali nach der Wahl 2011. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Mit dem Lama beim Wahlkampf 2011 in Luzern. (Bild: Keystone)
Ineichen der «Macher». (Bild: Archiv/Neue LZ)
Otto Ineichen gewinnt den Swiss Award in der Kategorie Politik 2010. (Bild: Keystone)
Auch Beni Turnheer gratuliert. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Ineichen mit Sohn und Nachfolger Mark 2001. (Bild: Keystone)
Vor einer neuen Otto's-Filiale 2003 in Baar. (Bild: Archiv/Neue ZZ)
Vereidigung 2003. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Nach der Wahl in den Nationalrat 2003. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Symposium in St. Gallen 2005: Ineichen mit dem damaligen Bundesrat Moritz Leuenberger. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Hansjörg Schneider und Otto Ineichen am Sechseläuten 2005. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Schwester Gabriela, eine Touristin, scheint sich am 27. September 2006 in Pontresina am Rande der Parlamentsrundreise ausgezeichnet mit Nationalrat Otto Ineichen und Ständerat Rolf Schweiger zu unterhalten, (Bild: Keystone)
Sechseläuten Zürich. Männer und Hüte: Otto Ineichen und Beat Villiger zu Gast bei der Zunft zur Zimmerleuten 2007. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Ineichen und CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger. (Bild: Archiv/Neue LZ)
Otto Ineichen mit seiner Ehefrau Hilde. Am 100-Jahr-Jubiläum des Hotels Montana in Luzern 2010. (Bild: Archiv/Neue LZ)
An der Eröffnung des Lucerne Festivals 2010 im KKL in Luzern. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Seine erste Kinderkrippe in Beromünster wurde im April eröffnet. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Ein Macher sei er gewesen, sagte Walter, er habe die Probleme gesehen und sie lösen wollen - «möglichst subito». Um klare Aussagen sei er nie verlegen gewesen. Aus einem volksverbundenen Unternehmer sei ein volksverbundener Politiker geworden.

Als echter Patron habe er nie einseitig Stellung genommen. Als Älterer habe er auch die Interessen der Jungen im Kopf gehabt und als Arbeitgeber die Anliegen der Arbeitnehmer.

«Ein guter Mensch»

«Otto Ineichen war ein wahrer Liberaler», sagte Walter. Vor allem aber sei er «ein guter Mensch und ein guter Freund» gewesen. Mit ihm habe man über alles diskutieren können. «Wir alle werden Otto Ineichen vermissen.» Seiner Familie spreche er das herzliche Beileid aus.

Die Nationalrätinnen und -räte erhoben sich im Anschluss an den Nachruf und gedachten des Verstorbenen schweigend.

Bereits zu Beginn seiner Sitzung am Morgen hatte der Ständerat des Verstorbenen gedacht. Ständeratspräsident Hans Altherr würdigte Ineichen als Politiker, der stets auch an die Schwächsten dachte.

FDP-Nationalrat Otto Ineichen war am Mittwochmorgen an seinem Wohnort Sursee an Herzversagen gestorben. Altherr sprach im Namen des Ständerats den Angehörigen sein Beileid aus. Anschliessend erhoben sich die Ständerätinnen und Ständeräte zu einer Schweigeminute.

Eine Delegation aus National- und Ständerat wird der Trauerfeier beiwohnen. Sie findet am kommenden Montag um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg in Sursee statt.

sda