Parteiloser Kandidat ist in Pole-Position

Der parteilose Regierungsrat Marcel Schwerzmann ist beim Luzerner Wahlvolk derzeit am beliebtesten: Das zeigt eine repräsentative Umfrage.

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So sehen die Umfrageergebnisse einer repräsentativen Umfrage aus. (Bild: Grafik Janina Noser/Neue LZ)

So sehen die Umfrageergebnisse einer repräsentativen Umfrage aus. (Bild: Grafik Janina Noser/Neue LZ)

Würden die Luzernerinnen und Luzerner ihre Regierungsräte heute wählen, dann würde Marcel Schwerzmann am meisten Stimmen holen: Eine von unserer Zeitung bei Demoscope in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt, dass Schwerzmann von 64,3 Prozent der Befragten gewählt würde.

Mitteparteien würde Wähleranteil in Kantonsratswahlen einbüssen

Auf Platz 2 und 3 folgen mit Yvonne Schärli (SP, 60,4 Prozent) und Guido Graf (CVP, 58,1 Prozent) die beiden anderen wieder antretenden Regierungsratsmitglieder. Die FDP könnte den Sitz des abtretenden Baudirektors Max Pfister mit Robert Küng verteidigen, die CVP den des ausscheidenden Bildungsdirektors Anton Schwingruber mit Esther Schönberger, die Parteikollege Reto Wyss distanzieren konnte. Auf den letzten Plätzen finden sich SVP-Kandidat Urs Dickerhof und der Grüne Adrian Borgula.

So sehen die Umfrageergebnisse einer repräsentativen Umfrage aus. (Bild: Grafik Janina Noser/Neue LZ)

So sehen die Umfrageergebnisse einer repräsentativen Umfrage aus. (Bild: Grafik Janina Noser/Neue LZ)


Gleichzeitig mit den Regierungsratswahlen wird am 10. April auch das Kantonsparlament neu gewählt. Würde diese Wahl heute stattfinden, gäbe es bei den Mitteparteien CVP und FDP lange Gesichter. Die grösste Luzerner Partei, die CVP, würde gegenüber den Wahlen vor vier Jahren 6,3 Prozent Wähleranteil einbüssen, die FDP 1,9 Prozent (siehe Grafik). Strahlen würden die Repräsentanten der Polparteien SVP und SP, die 2,5 beziehungsweise 1,9 Prozent zulegen könnten.

Politexperte ist überrascht

Während der Politexperte und ehemalige CVP-Generalsekretär Iwan Rickenbacher das hervorragende Abschneiden von Marcel Schwerzmann als «die grösste Überraschung der Umfrage» bezeichnet, zeigen sich die Präsidenten der Luzerner Parteien eher vom Umfrageergebnis zu den Kantonsratswahlen erstaunt. So hätten CVP-Präsident Martin Schwegler und FDP-Präsident Peter Schilliger der SVP höhere Gewinne vorausgesagt.

Lukas Nussbaumer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.