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PARTEITAG: FDP feiert sich – und bläst zum Angriff

Die Freisinnigen wollen die zweitstärkste Partei im Kantonsrat werden. Dieses Ziel setzte Präsident Markus Zenklusen am Parteitag vom Freitag. Derweil kritisierte Gastredner und alt Bundesrat Kaspar Villiger die heutige Polit-Kultur.
Niels Jost
Ständerat Damian Müller (links) konnte alt Bundesrat Kaspar Villiger zum Gastauftritt motivieren. (Bild: Corinne Glanzmann (Sempach, 8. Dezember 2017))

Ständerat Damian Müller (links) konnte alt Bundesrat Kaspar Villiger zum Gastauftritt motivieren. (Bild: Corinne Glanzmann (Sempach, 8. Dezember 2017))

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

Noch dauert es eine Weile bis zu den nächsten Kantonsratswahlen im Jahr 2019. Die FDP hat ihr Ziel aber bereits am Freitag am Parteitag festgelegt: «Wir wollen die zweitstärkste Partei im Kantonsrat werden», verkündete Präsident Markus Zenklusen vor den rund 350 Anwesenden in der Festhalle in Sempach.

Derzeit sind die Freisinnigen mit 25 Vertretern die drittgrösste Partei im Parlament, vier Sitze hinter der SVP und 13 hinter der CVP. Doch bereits bei den letzten Wahlen 2015 konnten die Freisinnigen zwei Mandate dazugewinnen. Für 2019 bedeutet Zenklusens Ziel, dass die Partei einen Zacken zulegen muss. Deshalb forderte der Emmer noch fast im selben Satz zur Mithilfe auf: «Sucht bereits jetzt nach guten Kandidaten! Geht engagiert in diesen Wahlkampf.» Als vorbildliches Beispiel nannte er hierzu die Ortspartei Egolzwil. Deren Präsident Ivo Jeggli habe für den freien Platz im Gemeinderat erst nach «intensiver und langer Suche» einen Kandidaten aus den FDP-Reihen gefunden. «Der Einsatz hat sich gelohnt», lobte Zenklusen. Bekanntlich schaffte vor zwei Wochen FDP-Mann Roland Wermelinger den Sprung in die Exekutive ( Ausgabe vom 27. November ).

«Politiker denken bloss an ihre nächsten Wahlen»

Standing Ovations erntete in der Folge aber nicht Zenklusens Rede, sondern jene von alt FDP-Bundesrat Kaspar Villiger. Kein Wunder: Der 76-Jährige trat eloquent und mit unüberhörbar viel Leidenschaft auf. In hohem Tempo sprach er von freier Marktwirtschaft, Staatseingriffen, Wohlstand und dem Föderalismus. Dabei hielt er sich nicht mit Kritik zurück: «Heutzutage vermisse ich eine gute Diskussionskultur unter den Politikern. Viele denken bloss an ihre nächsten Wahlen und nicht für die nächsten Generationen. Das Beharren auf ihrer Parteilinie scheint manchmal wichtiger als die eigentliche Problemlösung.» Villiger forderte deshalb die Politiker auf, mehr Konsens-Bereitschaft zu zeigen.

Der Ehrengast erinnerte auch an die Ursprünge des freisinnigen Denkens und Handelns. Die FDP sorge für ein «Gleichgewicht zwischen dem freiheitlichen und dem genossenschaftlichen Pol» in der Parteienlandschaft. Diese «historische Mission» gelte es weiterzuführen. Villigers Appell lautete: «Lasst nicht nach!»

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