Partygänger sollen Autos in Parkhäuser stellen

Der Stadtrat will Wohnquartiere vom nächtlichen Suchverkehr entlasten. Deshalb sollen auswärtige Partygänger nachts ihr Auto in Parkhäusern abstellen.

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Autos sollen wenn möglich nachts in die Parkhäuser, hier das Parkhaus Seehof beim Schwanenplatz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Autos sollen wenn möglich nachts in die Parkhäuser, hier das Parkhaus Seehof beim Schwanenplatz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Lärmende Partygänger, quietschende Reifen: Die Konflikte zwischen Partygängern und Anwohnern, die schlafen, sind in der Stadt Luzern vorprogrammiert. Christian Hochstrasser und Monika Senn Berger namens der Grünen-Fraktion verlangen nun in einem Postulat, dass Parkhäuser in der Stadt Luzern nachts besser ausgelastet und Wohnquartiere vom Lärm entlastet werden.

Der Stadtrat, der das Postulat teilweise entgegen genommen hat, prüft nun geeignete Massnahmen, wie diese Verlagerung erreicht werden kann. Die Postulanten schlagen Nachtfahrverbote auf gewissen Strassenabschnitten vor. Auch könnten in der Nacht höhere Gebühren verlangt werden oder die maximale Parkzeit auf zwei Stunden gekürzt werden.

In den letzten Jahren habe bereits eine Verlagerung der Autos von den öffentlichen Parkplätzen in die Parkhäuser stattgefunden, so der Stadtrat. Seit 2008 müssen Autofahrer in der Luzerner Innenstadt während 24 Stunden Parkgebühren zahlen und Anwohner werden bei der Abgabe von Parkkarten bevorzugt behandelt. Die Verlagerung sei «ein bis heute noch nicht erreichtes wichtiges Teilziel der städtischen Verkehrs- und Umweltpolitik», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. Mit der Verlagerung in die Parkhäuser könnte zumindest ein Teil des Lärmproblems gelöst werden, ist der Stadtrat überzeugt.

rem