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Pascal Aregger chauffiert neu Touristen durch Luzern – mit einem Elektro-Tuk-Tuk

Der Luzerner Pascal Aregger gab seine Kaderposition auf und bietet seit dieser Woche Rundfahrten in einem Tuk-Tuk mit Elektroantrieb an. Die Idee für dieses in Luzern neuartige Angebot kam dem 45-Jährigen in Polen.
Julian Spörri
Pascal Aregger mit seinem E-Tuk-Tuk unterwegs in der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher, 26. Juni 2019)

Pascal Aregger mit seinem E-Tuk-Tuk unterwegs in der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher, 26. Juni 2019)

Luzern hat seit dieser Woche ein neues touristisches Angebot – auf drei Rädern. Pascal Aregger (45) bietet mit einem Tuk-Tuk Rundfahrten für Touristen und Einheimische an. Das Fahrzeug ist aber leiser, als es sein Name erwarten lässt. Im Gegensatz zu den motorisierten Rikschas, die man von Asien kennt, fährt das Tuk-Tuk in Luzern mit Elektroantrieb – und ist somit auch umweltfreundlicher. Bis zu vier Fahrgäste haben auf dem Hinterdeck Platz.

Derzeit hat eTukTuk Luzern, die Firma von Pascal Aregger, drei Touren im Angebot: Eine Early Bird Tour um 6 Uhr früh, eine eineinhalb stündige Rundfahrt, die bis zum Meggenhorn führt, und eine einstündige Stadttour. Letztere kostet für vier Personen 150 Franken. Die Touren lassen sich im Voraus online buchen (www.luzern.tuktuk.ch). Zudem werben Aregger und die Tuk-Tuk-Fahrer – darunter seine Ehefrau – Laufkundschaft beim Stellplatz vor der KKL-Seebar an.

Vorteile: Mobilität und lokaler Guide

In Luzern gibt es bereits Stadtrundfahrten mit dem City Train oder Stadtführungen zu Fuss. Auf die Frage, ob es das neue Angebot überhaupt brauche, antwortet Aregger: «Das e-Tuk-Tuk bietet einen Mehrwert, weil die Kunden mobil sind und trotzdem mit einem lokalen Guide ins Gespräch kommen. Zudem ist das Fahrgefühl auf der Strasse mit einem gewissen Fun Factor verbunden.»

Die Idee für sein neues Geschäftsmodell kam Aregger weder in Zürich noch Sempach, wo es bereits e-Tuk-Tuk-Anbieter gibt. Und auch nicht in Asien, wo die Autorikschas ein alltägliches Fortbewegungsmittel sind. Sondern im polnischen Krakau. Dem Luzerner – er war mit einer Kulturreisegruppe unterwegs – fielen die 20 bis 30 elektronischen Golfwagen rund um den Marktplatz auf, die touristische Rundfahrten anbieten. Zuerst dachte sich Aregger, dass er frühestens in 30 Jahren so herumfahren werde. Doch schon tags darauf startete er eine geführte Tour – die bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterliess. «Es war sehr interessant und ich fragte mich, wieso wir das in Luzern nicht auch haben.»

Mehr Zeit mit seiner Familie in Luzern verbringen

Die definitive Entscheidung fiel dann, als Aregger an einem Abend im vergangenen Sommer mit drei Freunden grillierte. «Wir fragten uns, ob wir in zehn Jahren immer noch den gleichen Job machen möchten», sagt der 45-jährige Luzerner, der damals eine Kaderposition in der Gesundheitsbranche in Zürich besetzte. «Mein Fazit war, dass ich an meinem Leben etwas verändern und mehr Zeit mit meiner Familie und in meiner Heimatstadt Luzern verbringen will.» Zwei der drei Freunde seien nun übrigens seine Geschäftspartner – genauso wie der e-Tuk-Tuk-Anbieter aus Zürich.

Soweit so gut. Aber eine Frage ist noch offen: Wo sieht sich der Vater zweier Kindern in zehn Jahren? «Ich hoffe, dass meine e-Tuk-Tuk-Firma dann floriert, dass wir fünf Fahrzeuge und begeisterte Kunden haben. Und dass ich dazu beitragen kann, dass Touristen nicht nur einmal, sondern auch ein zweites Mal nach Luzern kommen.»

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