Passagiere fahren der BLS an den Karren

Weniger Platz und mehr Lärm: So beschreiben 1.-Klass-Passagiere die neuen Züge im Entlebuch und im Hinterland. Die BLS reagiert erstaunt.

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Seit dem 12. Dezember 2010 verkehren im Entlebuch und im Hinterland die neuen Züge der BLS. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Seit dem 12. Dezember 2010 verkehren im Entlebuch und im Hinterland die neuen Züge der BLS. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Das ist ein Etikettenschwindel, schlicht eine Zumutung.» Eine Frau, die seit bald 30 Jahren von Willisau nach Luzern pendelt, regt sich fürchterlich auf - über die Züge der BLS, die seit dem Fahrplanwechsel im Entlebuch und im Hinterland verkehren. «Für 1.-Klass-Passagiere wie mich hat sich die Situation drastisch verschlechtert», sagt die Pendlerin. Ein Mann, der täglich von Wolhusen nach Luzern reist, macht die gleichen Erfahrungen: «Ich frage mich, warum ich für diese Art von 1.-Klassangebot einen happigen Aufpreis bezahlen muss.» Für beide Zugreisenden hat die BLS im Vorfeld des Fahrplanwechsels zuviel versprochen. «Es war stets die Rede von neuen Zügen. Jetzt sehen wir, dass altes Rollmaterial hingestellt wurde», sagt der Pendler.

Für Hugo Wyler, Leiter der BLS-Unternehmenskommunikation, kommt die Kritik der Kunden überraschend. «Wir haben seit dem Fahrplanwechsel sehr viele äusserst positive und nur wenige kritische Reaktionen erhalten.» Die kritisierten Punkte kontert Wyler wie folgt: «Die schmalen Ablagen sind ein Nachteil, der mit Stauraum unter den Sitzen wettgemacht wird. Die BLS hat nie von neuen Zügen gesprochen. Die jetzt eingesetzten und 2003 sowie 2004 in Betrieb genommenen Gelenktriebwagen sind im Vergleich zu früher sehr modern.»

Lukas Nussbaumer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.