Paul Kölliker ist gestorben

Der Luzerner Paul Kölliker war eine markante, vielschichtige Persönlichkeit: Lehrer, Spitzensportler, Entwicklungshelfer und Journalist. Jetzt ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

Hugo Bischof
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Paul Kölliker.

Paul Kölliker.

Bild Hanns Fuchs

Der ehemalige Spitzenruderer Paul Kölliker ist am 11. Januar im Alter von 88 Jahren gestorben, zwei Wochen nach dem Tod seiner Gattin Anneliese Kölliker. Der Luzerner arbeitete nach einer Lehre als Werkzeugmacher zunächst als Waldarbeiter in Schweden, holte die Matura nach, erwarb an der ETH das Sportlehrer-Diplom und das Sekundarlehrerpatent und unterrichtete als Sek- und Kanti-Lehrer in Luzern.

Entwicklungshelfer und Journalist

«Er führte ein Leben (fast) wie im Abenteuerroman», schrieb der Journalist Hanns Fuchs. Als Ruderer erreichte er 1960 an den Olympischen Spielen den Final im Vierer-ohne. Für die Entwicklungshilfeorganisation Helvetas war er in Tunesien und Nepal tätig. Zurück in Luzern war er federführend beim Aufbau des städtischen Jugendheims Schachen. Bekannt wurde «Kö», wie man ihn liebevoll nannte, auch als Journalist für die LNN, die NZZ und zuletzt für «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens.