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Peinlich: Oman Air verwechselt Luzern mit Zürich

Ein Fauxpax sorgt für Schmunzeln in Luzern. Die Fluggesellschaft Oman Air preist in ihrem neusten Bordmagazin die Vorzüge von Zürich – und illustriert dies mit grossen Fotos der Stadt Luzern. Luzern Tourismus freuts, Zürich sei doch quasi der Airport von Luzern. Die Zürcher sehen das Ganze gelassen.
Marc Benedetti
Der Anfang der Reportage mit dem verwirrenden Bild. Zürich wird als Stadt mit der grössten Lebensqualität gepriesen – die man aber am besten rasch wieder verlässt. Zum Beispiel in Richtung Luzern.

Der Anfang der Reportage mit dem verwirrenden Bild. Zürich wird als Stadt mit der grössten Lebensqualität gepriesen – die man aber am besten rasch wieder verlässt. Zum Beispiel in Richtung Luzern.

marc.benedetti@luzernerzeitung.ch

Die aktuelle Ausgabe des Bordmagazins «Wings of Oman» der Fluggesellschaft Oman Air macht touristische Werbung für die Stadt Zürich – mit einem Titelbild aus Luzern, machte Radio Pilatus publik. «Zurich: Adventures around the ‘World’s most liveable city», lautet der Titel der Reportage. Auf Deutsch: «Zürich: Abenteuer rund um die Stadt mit der besten Lebensqualität.»

Im Journalismus nennt man das eine klassische «Text-Bild-Schere». Der Leser liest Zürich respektive Zurich, und sieht Luzern. Wie soll sich der geneigte Flugpassagier aus dem Sultanat Oman, der mit seiner Familie eine Schweizreise plant, bei diesem Durcheinander orientieren? Die Fluggesellschaft Oman Air hat auf eine schriftliche Anfrage, wie das passieren konnte, noch nicht geantwortet.

Auch im Bericht im Inneren der Ausgabe gehts munter so weiter. Als erstes sieht der Leser unter demselben Titel kein Foto Zürichs, sondern die schön erleuchtete Kapellbrücke bei Nacht. Und der Beitrag ist darüber hinaus mit einem Foto des Stadtpanoramas Luzerns vom Gütsch illustriert.

Das Titelbild des aktuellen Bordmagazins «Wings of Oman»

Das Titelbild des aktuellen Bordmagazins «Wings of Oman»

Zürich kein Ort zum Verweilen?

Zürich sei ein toller Hub für Abenteuer. Zum Beispiel Ausflüge in andere historische Städte, heisst es in der Reportage. Ist Zürich in dem Fall nur lebenswert, wenn es man auf dem schnellsten Weg wieder verlässt, fragt sich der Luzerner schmunzelnd.

In der Facebook-Gruppe «Du besch vo Lozärn» hagelt es seit Mittwochmorgen Kommentare. «Oha, jetzt werdet me scho mit Züri verwechslet... Schande», schreibt Guido. Andere kommentieren das Foto. «So oder so, gute Werbung für Luzern und die Schweiz», findet Marcel.

Flughafen Kloten sehr nah

Sybille Gerardi, die Medienverantwortliche von Luzern Tourismus, reagiert mit einem witzigen Kommentar auf die Geschichte. «Auf jeden Fall freuen wir uns, dass die Nähe zu Luzern als Zürich’s Highlight No 1 angepriesen wird.» Gerardi fügt hinzu, dass sie ab und zu mit einem Augenzwinkern Zürich als «den Airport von Luzern» präsentiere. In Asien oder Amerika sei die bequeme und schnelle Anreise per Zug direkt vom Flughafen Kloten bis Luzern innerhalb von einer Stunde etwas sehr Aussergewöhnliches.

Nicht die erste solche Verwechslung

«Oh Nein!», ist die erste Reaktion von Ueli Heer auf die Sache. Der Mediensprecher von Zürich Tourismus fügt hinzu, es sei nicht das erste Mal, dass solche Verwechslungen passierten. «In einer Werbekampagne für Innsbruck im Tirol wurde einmal das Grossmünster gezeigt», sagt Heer. Die Geschichte schaffte es im August 2016 in den Blick, der daraufhin die «freche Ösi-Werbung» anprangerte.

Zum Fauxpas von Oman Air sagt Heer: «Das kann passieren. Da hat vielleicht eine Agentur ihren Job nicht richtig gemacht.» Mit der Tatsache, dass die Besucher Zürich verlassen um die Umgebung zu erkunden, hat er kein Problem. «Gästen von weither empfehlen wir ja Tagesausflüge. Von daher sind wir nicht traurig.» Beliebt seien der Rheinfall, der Titlis, «und warum nicht auch Luzern. Ist ja schön».

Zur Frage, ob Luzern eine touristische Konkurrenz für Zürich ist oder eher ein Vorort der Wirtschaftsmetropole, sagt Ueli Heer: «Weder noch. Am besten besuchen die ausländischen Gäste beide Städte!» Ein klarer Vorteil Zürichs sei der Flughafen Kloten. Und neu habe Zürich ja auch den «Tatort» (wir berichteten).

Der Link auf die Reportage in «Wings of Oman»

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