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Luzern: Absenzen beim Amt für Migration sorgen für Pendenzenstau

Beim Amt für Migration des Kantons Luzern sind drei Mitarbeiter krankheitsbedingt ausgefallen. Das führte zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit – und einer Zunahme von 800 pendenten Fällen.
Martina Odermatt
Beim Amt für Migration staut sich aufgrund krankheitsbedingter Absenzen die Arbeit. (Bild: Pius Amrein, 23. März 2015)

Beim Amt für Migration staut sich aufgrund krankheitsbedingter Absenzen die Arbeit. (Bild: Pius Amrein, 23. März 2015)

«Derzeit ist das Amt für Migration per Telefon nur eingeschränkt verfügbar. Die Gründe sind krankheitsbedingte Absenzen, die grosse Anzahl der Anfragen und die damit verbundene, höhere Belastung der Mitarbeitenden in diesem Bereich.» Wer eine dringliche Anfrage habe, soll sich per Mail an das Amt für Migration (Amigra) wenden. Wer momentan die Webseite des Amigra aufruft, sieht diese Mitteilung. Datiert ist sie vom 5. April 2018, jedoch herrscht bereits seit Ende Februar Personalknappheit.

Was ist los beim Amt für Migration? Das hat sich Kantonsrat Hans Stutz (Grüne) gefragt und eine Anfrage an den Regierungsrat eingereicht. Darin will er unter anderem wissen, welche Auswirkung diese Massnahme für Klienten des Amts für Migration hat, die beschränkten Zugang zu elektronischen Medien haben. Auch interessierte er sich für die Entwicklung der Pendenzen seit der beschränkten Erreichbarkeit. Stutz fragte die Regierung des Weiteren, ob die Erkrankung der Mitarbeitenden eine Folge der hohen Arbeitsbelastung im Amigra sei.

Monatlich 9000 Kontakte per Telefon und am Schalter

Über die Hintergründe der Erkrankung gibt das Amt aus Daten- und Persönlichkeitsschutzgründen keine Auskunft. Aber: Die Gruppe Schalterdienste, die von den Absenzen betroffen ist, ist mit 850 Stellenprozenten dotiert. «Die Ausfälle von drei Vollzeitstellen konnten intern nicht kompensiert werden, weshalb Schwerpunkte gesetzt werden mussten», schreibt der Regierungsrat nun in seiner Antwort. So auf das Ausfertigen von Ausweisen und das Bearbeiten von Mutationen fokussiert worden. Bewusst wurde der Schwerpunkt auf das Abarbeiten von Pendenzen gelegt, weshalb weniger Personal für telefonische Auskünfte zur Verfügung stand.

«Das Amigra strebt an, die Pendenzen auf nicht mehr als 500 ansteigen zu lassen. Im Moment sind rund 1500 Fälle pendent; dies bedeutet eine Zunahme um 800 Fälle seit Mitte April», heisst es in der Antwort weiter. Grund für die hohe Zunahme sind laut Walter Haas, stellvertretender Dienststellenleiter, nicht mehr Gesuche, sondern die begrenzten Kapazitäten – monatlich hat die Gruppe Schalterdienste um die 6 000 telefonische Kontakte und 3 000 am Schalter. Hinzu kommen rund 4 000 Mutationen oder entsprechende Ausweise. Wann die Pendenzen wieder auf die gewünschten 500 abgearbeitet sind, kann Haas nicht sagen. «Es kommt darauf an, wie viele Fälle dazu kommen und wie viele wir bearbeiten können.»

«Unser Bestand hat sich wieder normalisiert, wir sind auf einem guten Weg»
Walter Haas, Stellvertretender Dienststellenleiter Amigra

Mittlerweile hat das Amigra auf die Absenzen reagiert. Die betroffene Abteilung erhält einerseits interne Unterstützung aus anderen Gruppen. Im Mai wurde zudem eine 60-Prozent-Stelle ersetzt, am letzten Freitag hat eine weitere Mitarbeiterin ihre Vollzeitstelle angetreten. Der Übergang zur neuen Mitarbeiterin verlief jedoch nicht nahtlos – es verging eine gewisse Zeit, bis man die Stellen neu besetzen konnte, sagt Haas und verweist auf die Rekrutierungsphase. «Unser Bestand hat sich wieder normalisiert und wir sind auf einem guten Weg», so Haas.

Stellen wurden nicht nahtlos neu besetzt

Man müsse aber beachten, dass auch die neuen Mitarbeiter einige Monate für die Instruktion brauchen. Eine ausgefallene Person konnte ausserdem in der Zwischenzeit ihre Arbeit in einem 60-Prozent-Pensum wieder aufnehmen, heisst es in der Regierungsantwort. Ein definitiver Ersatz für die zwei Personen, die immer noch ausfallen, sei nicht geplant, da man die Mitarbeiter wieder an der ursprünglichen Stelle integrieren wolle. Ausserdem benötige die Einarbeitung eines provisorischen Ersatzes bis zu sechs Monate.

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