Weggis: Pepe Lienhard beehrt das Heirassa-Festival

Am Heirassa-Festival trifft sich jährlich die Crème de la Crème der Volksmusik. Die Organisatoren erwarten während vier Tagen rund 15000 Besucher. Und einen besonderen Gast.

Monika van de Giessen
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Das Heirassa-Festival beim Pavillon in Weggis, im Bild der letzte Auftritt von Carlo Brunner mit seiner Kapelle. (Bild: Dominik Wunderli, Weggis, 14. Juni 2017)

Das Heirassa-Festival beim Pavillon in Weggis, im Bild der letzte Auftritt von Carlo Brunner mit seiner Kapelle. (Bild: Dominik Wunderli, Weggis, 14. Juni 2017)

Das Heirassa-Festival, das heuer vom 30. Mai bis zum 2. Juni zum 15. Mal über die Bühne geht, ist eine Erfolgsgeschichte. Es erinnert an den Weggiser Komponisten und Volksmusiker Alois Schilliger (1924-2004). Schilliger war unter anderem Komponist der bekannten Heirassa-Polka und Mitbegründer der Ländlerkapelle Heirassa. Für das musikalische Programm zuständig sind seit Beginn zwei absolute Könner und Kenner der Szene; Carlo Brunner und Willi Valotti. Sie sorgen dafür, dass der Heirassa-Stil, beziehungsweise der Innerschweizer Ländlermusikstil mit Klarinette, Akkordeon, Kontrabass und Klavier weiterlebt. Das Budget beläuft sich auf 220000 Franken.

Carlo Brunner und Willi Valotti orientierten gestern, zusammen mit dem OK-Präsidenten Josef Odermatt und dem Präsidenten des Heirassa-Vereins, Beni Nanzer, über das in gut einer Woche stattfindende Festival. «Die Musikanten kommen gerne nach Weggis. Das Heirassa-Festival steht auf einem sehr hohen Niveau. Unser Ziel ist es, dieses Niveau zu halten», betont Odermatt. Beni Nanzer erinnert in seiner Begrüssung an die Entstehung des Festivals. Das Heirassa-Festival sei seit Beginn im Jahr 2006 kontinuierlich gewachsen. «Es ist ein Volksmusikfestival, dem schweizweit und im Ausland grosse Beachtung geschenkt wird.» Das Heirassa-Festival geniesse im Dorf Weggis eine grosse Akzeptanz. Es sei ein friedlicher Anlass, an dem keine Randalierer und Chaoten anzutreffen sind. OK-Mitglied Philipp Nanzer vom Ressort Festwirtschaft orientierte, dass man, wenn möglich, auf Plastikgeschirr verzichte und auf umweltfreundliche, kompostierbare Materialien setze. Er sei «ready to go!».

39 Konzerte und 100 Stunden Volksmusik

Insgesamt werden an den vier Festivaltagen 39 Konzerte von 43 Formationen rund 100 Stunden Volksmusik geboten. Carlo Brunner: «Die Euphorie und Freude für das Festival ist nach wie vor ungebrochen. Wir generieren Fans aus der ganzen Schweiz, weil es hierzulande nicht mehr so viele Möglichkeiten gibt, diese Art von Musik im Innerschweizer Stil zu geniessen».

Nicht verpassen sollte man den Sonntagmorgen im Pavillon am See. Die vor einigen Wochen angekündigte, geheim gehaltene Überraschung hat nun einen Namen: Bandleader Pepe Lienhard. Er wird mit Carlo Brunners Superländerkapelle auftreten und Musik im Heirassa-Stil interpretieren. Lienhard, der bereits im Jahr 2014 in Weggis zu Gast war, sei ein grosser Fan von dieser Art Musik, weiss Carlo Brunner. Willi Valotti freut sich, zusammen mit einige hundert Fans am Donnerstagabend seinen 70. Geburtstag mit einem Konzert feiern zu dürfen. Zu einem weiteren Höhepunkt zählt jedes Jahr die Sonntagsmesse. Heuer wird die Jodlerkantate «Glaube, Hoffnig, Liebi» der Komponisten Willi Valotti und Wolfang Sieber, zusammen mit dem Jodlerchörli Lehn zur Aufführung gelangen.