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PERLEN: Chemie + Papier Holding mit weniger Verlust

Die Luzerner CPH Chemie + Papier Holding schliesst das Geschäftsjahr 2016 zwar mit einem Verlust, doch wurde dieser im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Beim Umsatz und beim Betriebsergebnis legte die Gruppe deutlich zu.
Blick in die Produktion der CPH in Perlen. (Archivbild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Blick in die Produktion der CPH in Perlen. (Archivbild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Das abgelaufene Geschäftsjahr sei geprägt gewesen von der Expansion in Asien und der Neuausrichtung der Nebenbereiche Chemie und Verpackung, sagte CPH-Geschäftsführer Peter Schildknecht an einer Medienkonferenz am Freitag am Firmensitz in Perlen.

Durch das Wachstum in den Nebenbereichen stieg die Profitabilität wieder an. Die Aktionäre sollen profitieren, indem die Dividende nach dem Taucher im Vorjahr wieder von 60 auf 65 Rappen erhöht werden soll.

Im Hauptgeschäft, dem Papierbereich, kämpft die Nummer 1 in der Schweiz für Zeitungs- und Magazinpapier weiter mit sinkenden Preisen und einem rückläufigen Geschäft. Eine Übernahme von Konkurrenten ist laut CPH aber kein Thema. Das Unternehmen mit der neusten Papiermaschine Europas erwartet, dass weitere Konkurrenten aus dem Markt gespült werden.

Die CPH-Gruppe will sich unabhängiger vom starken Franken machen und stärkt deshalb ihre Präsenz im Ausland. Die Produktion will sie nur noch im Ausland ausbauen, dies in den Sparten Chemie und Verpackung vorab in den Wachstumsmärkten Asien und Lateinamerika. Per Mitte 2017 stellt das Unternehmen die Dünger-Produktion in Uetikon ZH ein. Betroffen sind elf Mitarbeiter.

Produktionsausbau nur noch im Ausland

In der Schweiz solle nur noch investiert werden, um die Profitabilität weiter zu steigern, sagte CEO Schildknecht. Im letzten Jahr gab CPH unter anderem sein Stammhaus von 1818 in Uetikon auf - das älteste Chemiewerk Europas.

Die neue Ausrichtung führt zusehends zum Erfolg. Unter dem Strich bleibt mit minus 7,7 Millionen Franken zwar immer noch ein Verlust, doch im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 33,1 Millionen Franken, konnte der Verlust deutlich reduziert werden.

Weil CPH die Kosten deutlich senken konnte, hat sich besonders das Betriebsergebnis verbessert. Der EBITDA wurde im Vergleich zum Vorjahr auf 36,9 Millionen Franken verdreifacht. Und auf Stufe EBIT resultierte statt ein Minus von 21,8 Millionen Franken im Jahr 2015 nun ein Plus von 5,9 Millionen Franken.

In diesem Zusammenhang verweist CPH besonders auf Einsparungen im Bereich Energie. Der Umsatzanteil der Energie ging 2016 auf 12 Prozent zurück, im Vergleich zu 15 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz der Gruppe legte von 420 Millionen Franken auf 434,8 Millionen Franken 2016 zu.

Chemie-Sparte im Fokus

Der Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche zeigt, dass CPH vor allem beim Papier, gemessen am Umsatz der grösste Bereich, nicht vom Fleck kommt. Das Unternehmen verweist auf den strukturellen Nachfragerückgang beim Zeitungs- wie beim Magazinpapier. Vor allem letzteres wurde deutlich weniger umgesetzt. Der Geschäftsbereich konnte den Umsatz mit einem Rückgang von 0,6 Prozent auf 246,2 Millionen Franken nur knapp halten.

Im zweitgrössten Bereich, in der Verpackung, hingegen wurde der Umsatz um 8,7 Prozent auf 119,3 Millionen Franken markant gesteigert. Dieser Bereich hat vom Wachstum der Pharmaindustrie profitiert, und in China wurden erste Folien an Pharmakunden in Asien geliefert.

Besonderen Fokus legt CPH auf den derzeit noch kleinsten Geschäftsbereich Chemie, wo der Umsatz auf 69,3 Millionen Franken und damit um 10,9 Prozent gesteigert wurde. Neben einer Verlagerung der Produktion nach Rüti im Zürcher Oberland, hat CPH hier vor allem auf Produktionsstandorte in China und Bosnien-Herzegowina gesetzt.

Für das laufende Geschäftsjahr ist CEO Peter Schildknecht "verhalten optimistisch". Er erwartet weiterhin positives, wenn auch fragiles Wachstum im Ausland. Im Bereich Papier verwies er auf die schwierige Marktentwicklung und den Franken-Eurokurs.. (sda)

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