PERLEN: Chemie + Papier Holding weitet Kurzarbeit aus

Auch die Chemie + Papier Holding AG (CPH) in Perlen konnte sich 2008 den Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise nicht entziehen. Betroffen davon sind alle Geschäftsbereiche, allerdings in unterschiedlichem Ausmass.

Drucken
Teilen
Impression aus der CPH-Produktion. (Archivbild Beat Blättler/Neue LZ)

Impression aus der CPH-Produktion. (Archivbild Beat Blättler/Neue LZ)

Der Netto-Umsatz der CPH–Gruppe reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3.9% auf 570,4 Mio. Franken, was im Wesentlichen auf den Verkauf des Düngergeschäftes anfangs 2008 zurückzuführen ist, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Auf Basis der weitergeführten Geschäfte resultierte ein Umsatzplus von 1,5%, welches von den Bereichen Papier und Silikatchemie getragen wurde.

Nettoergebnis knapp 30% tiefer
Infolge der massiv gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, die aufgrund der schwachen Märkte nicht über Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden konnten und einer ungünstigen Währungsentwicklung, fiel der EBIT um 36,3% auf 32,2 Mio. Franken. Das Nettoergebnis von 30,6 Mio. Franken lag um 29,6% unter dem Vorjahr.

Es sei zum heutigen Zeitpunkt ausserordentlich schwierig, eine Prognose für die unmittelbare Zukunft abzugeben, wie es weiter heisst. Man müsse davon ausgehen, dass die herausfordernden Marktbedingungen und der Druck auf die Verkaufspreise in allen Geschäftsbereichen anhalten werden.

Feinchemie und Verpackung betroffen
Es wurde bereits kommuniziert, dass innerhalb der Zeochem AG in Uetikon ab dem 1. März 2009 Kurzarbeit eingeführt werden musste. Nach heutiger Beurteilung müssen analoge Massnahmen auch in den Bereichen Feinchemie (ab April) und Verpackung (ab Juni) umgesetzt werden. Falls sich in den kommenden Monaten keine Entspannung in den Märkten abzeichnen sollte, sind weitere Massnahmen zur Kostenreduktion nicht auszuschliessen.

scd