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PERLEN: Kirche soll den Serbisch-Orthodoxen für 30'000 Franken vermietet werden

Der Verkauf der Kirche St. Joseph an die Serbisch-orthodoxe Kirche ist wegen Einsprachen blockiert. Stattdessen treibt man jetzt eine provisorische Lösung voran.
Der serbisch-orthodoxe Pfarrer Dragan Stanojevic (links) mit Kirchgemeindepräsident Peter Kaufmann vor der Kirche St. Josef am Tag des Verkaufsentscheids. (Bild: Pius Amrein (Perlen, 24. Januar 2016))

Der serbisch-orthodoxe Pfarrer Dragan Stanojevic (links) mit Kirchgemeindepräsident Peter Kaufmann vor der Kirche St. Josef am Tag des Verkaufsentscheids. (Bild: Pius Amrein (Perlen, 24. Januar 2016))

Die katholische Kirchgemeinde Buchrain-Perlen plant seit Längerem einen Verkauf der Pfarrkirche St. Joseph Perlen an die Serbisch-orthodoxe Kirche Luzern. Der Verkauf ist aber durch Einsprachen blockiert (Artikel vom 24. Januar »). Zunächst soll die Kirche den Serbisch-Orthodoxen deshalb vermietet werden. «Für eine solche Vermietung braucht es keine zusätzliche Abstimmung, dafür ist der Kirchenrat zuständig», sagt Peter Kaufmann, Präsident der Kirchgemeinde Buchrain-Perlen. «Das ist rechtlich abgeklärt.»

Das Mietverhältnis soll am 1. Mai oder am 1. Juni starten, der Mietpreis soll dabei 30'000 Franken pro Jahr betragen. Das schreibt der «Rigi-Anzeiger» in seiner jüngsten Ausgabe vom 6. April. «Dieser Betrag ist unser Ziel», so Peter Kaufmann. Eine definitive Vereinbarung mit der Serbisch-Orthodoxen Kirche Luzern gebe es aber noch nicht.

Verkauf könnte erst in Jahren stattfinden

Wann die Kirche verkauft werden kann, ist ungewiss. «Das kann von sechs Monaten bis zu einigen Jahren dauern, je nachdem ob die Einsprachen bis vor Bundesgericht gezogen werden.» Entsprechend steht auch der Termin für die zum Verkauf notwenige Volksabstimmung noch nicht fest.

Die beiden Einsprachen stammen vom selben Anwohner. Bei der ersten geht es um die vom Gemeinderat bereits bewilligten 25 Parkplätze, die hinter dem Pfarreizentrum gebaut werden sollen. Sie ist inzwischen vom Kantonsgericht abgewiesen worden. Zudem wurde mit der Perlen Papierfabrik vereinbart, dass die künftigen Nutzer der Kirche St. Joseph an Wochenenden die rund 70 Parkplätze der Papierfabrik gratis nutzen können. Die zweite Einsprache gilt der Nutzungsbewilligung, die noch vom Gemeinderat erteilt werden muss. Der Einsprecher hatte angekündigt, er gehe notfalls bis zur letzten Instanz, um eine Neunutzung durch die Serbisch-Orthodoxe Kirche zu verhindern.

Die Kirchgemeinde Perlen-Buchrain stellt den Serbisch-Orthodoxen seit 2006 die alte Dorfkirche Buchrain zur Verfügung. Diese ist für sie allerdings zu klein geworden, weshalb sie in die grössere Kirche St. Joseph wechseln möchten. Wie die alte Dorfkirche Buchrain nach dem Auszug genutzt wird, steht noch nicht fest. «Im Vordergrund steht eine Nutzung als Kulturzentrum – für die Musikschule, für Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte», so Kaufmann. Als Hauptkirche der Pfarrei Buchrain-Perlen dient die 1970 bis 1972 erbaute Kirche St. Agatha.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Innenansicht der Kirche St. Joseph. (Bild: Pius Amrein (Perlen, 22. August 2017))

Innenansicht der Kirche St. Joseph. (Bild: Pius Amrein (Perlen, 22. August 2017))

Innenansicht der Kirche St. Joseph in Perlen. (Bild: Pius Amrein (Perlen, 22. August 2017))

Innenansicht der Kirche St. Joseph in Perlen. (Bild: Pius Amrein (Perlen, 22. August 2017))

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