PERLEN: Papieri bereitet sich auf Abschreiber vor

Die CPH Chemie + Papier Holding bleibt in den roten Zahlen. Der starkem Preis- und Konkurrenzdruck ausgesetzte Luzerner Hersteller von Chemikalien, Papier und Verpackungen prüft einen Abschreiber, der mit 240 bis 270 Millionen Franken zu Buche schlagen könnte.

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Blick auf das Papieri-Areal in Perlen. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

Blick auf das Papieri-Areal in Perlen. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

Nur die Verpackungssparte, die der Pharmabranche zuliefert, konnte von einem verbesserten Umfeld profitieren. Chemie und insbesondere Papier kämpfen mit widrigen Bedingungen. Die Werthaltigkeit der Sachanlagen werde daher evaluiert, teilte CPH am Freitag mit.

Ein etwaiger Abschreiber würde bei der Bilanzpräsentation Ende Februar bekannt gegeben. Der Abschreiber würde aber keinen Stellenabbau mit sich ziehen, hiess es weiter. Die Eigenkapitalquote käme auch mit den Wertberichtigungen bei rund 60 Prozent zu stehen, ausserdem sei der Cashflow positiv.

Der Umsatz des Unternehmens ging im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 481,1 Mio. Fr. zurück, wie die Gruppe ebenfalls am Freitag mitteilte. Der Aufschwung im Hauptmarkt Europa sei noch zaghaft, schrieb das Unternehmen. Die Verkäufe in Asien entwickelten sich aber gut.

Der Betriebsverlust 2013 soll sich, wie schon früher angekündigt, auf 27 bis 29 Mio. Fr. belaufen. Belastet wird das Ergebnis durch den Brand an einem Rollenabschneider im Oktober. Für 2012 hatte die CPH ein operatives Minus von 22,2 Mio. Fr. mitteilen müssen.

sda