PERLEN: Schindler steigt in Fernwärme-Projekt ein

Ab 2016 soll ein Teil der erzeugten Wärme der neuen Kehrichtverbrennungs-Anlage (KVA) renergia in Perlen dem Rontal für Fernwärmeversorgung zur Verfügung stehen. Mit Schindler Aufzüge AG Ebikon hat sich auch schon ein erster grosser Kunde für die Fernwärme entschieden.

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Hier wird ab Mitte 2015 der Abfall der ganzen Zentralschweiz verbrannt und die entstandene Wärme genutzt: die Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen bei Luzern. (Bild: PD)

Hier wird ab Mitte 2015 der Abfall der ganzen Zentralschweiz verbrannt und die entstandene Wärme genutzt: die Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen bei Luzern. (Bild: PD)

Fernwärme Emmen AG, welche die Fernwärmeversorgung realisieren wird, und die neue KVA schlossen für das geplante Fernwärmenetz entsprechende Verträge ab, teilte energie wasser luzern (ewl) am Montag mit. Für das Fernwärme-Projekt erweiterte die Fernwärme Emmen AG im Dezember 2012 ihren Aktionärskreis. ewl ist neuer Gesellschafter und führt die Geschäfte.

Der Bau des Netzes im Rontal wird rund 40 Mio. Franken kosten. Davon wird ewl 16 Mio. Franken als Kapital einbringen. Die Verantwortlichen wollen das Projekt in der Region breit abstützen. Neben Schindler signalisierten einzelne Gemeinden ihr Interesse, Buchrain beispielsweise unterzeichnete bereits eine Absichtserklärung. Der weitere Finanzierungsbedarf für das Fernwärme-Projekt soll über Fremdkapital gedeckt werden.

Damit das heisse Wasser in rund drei Jahren die Gebäude der Kunden heizen kann, muss ein umfangreicher Projektplan umgesetzt werden. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt 2014, gebaut werden soll ab 2015. Das Projekt Fernwärme Rontal ist Teil des Gesamtprojekts "Fernwärme Luzern Ibach Rontal". Hierfür plant ewl Gesamtinvestitionen von 100 Mio. Franken.

Mit dem Wegzug der Kehrichtverbrennungs-Anlage von Ibach nach Perlen verliert die in Ibach bestehende Fernwärmeversorgung ihre Wärmelieferantin. Hier werde daher in einem zweiten Projekt an der langfristigen Sicherung der Wärmeproduktion gearbeitet, heisst es weiter. Entweder soll die vorhandene Abwärme der Firma Swiss Steel genutzt oder eine neue Produktionsanlage realisiert werden. (sda)