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PERSONAL: CVP Kriens steht vor einem Neuanfang

Gleich mehrere wichtige Exponenten der Krienser CVP sind zurückgetreten. Der neue Fraktionschef gibt sich dennoch selbstbewusst und sieht die CVP als «Taktgeberin».

Gleich mehrere Personalwechsel hat die CVP Kriens in den letzten Tagen kommuniziert: So hat Andreas Vonesch per Anfang Jahr die langjährige Fraktionschefin Kathrin Graber im Einwohnerrat ersetzt. Auch beim Präsidium kommt es zu einem Wechsel. Neue Parteipräsidentin ist die Kantonsrätin und diplomierte Wirtschaftsfachfrau Christine Kaufmann-Wolf (Ausgabe vom 8. Januar). Sie ersetzt die bisherigen Co-Präsidenten Claudio Dahinden und Noemi Bowald, welche die Partei seit Anfang 2016 geleitet hatten.

Der Rücktritt der beiden erfolgt, weil bei Dahinden ein Wohnortswechsel nach Nottwil ansteht. In der Folge entschied Bowald, ebenfalls zurückzutreten – auch wegen der zeitlichen Belastung durch das Amt. «Ich hätte sonst gerne weitergemacht, die Zusammenarbeit lief sehr gut», sagt Dahinden. Er will weiterhin bei der Partei aktiv bleiben. In welcher Form, sei noch offen.

Dahinden und Bowald haben das Präsidium vor zwei Jahren übernommen. Kommt der Wechsel nicht etwas schnell? «Zwei Jahre sind eine lange und intensive Zeit, besonders in einer grossen Gemeinde wie Kriens mit einem Einwohnerrat und umfangreichen Geschäften. Ausserdem war ich zuvor bereits zwei Jahre lang im Vorstand tätig», sagt Dahinden. «Zudem haben wir den Wechsel parteiintern frühzeitig kommuniziert und nun eine gute Nachfolgerin gefunden.» Ebendiese Nachfolgerin bedauert, dass Dahinden und Bowald das Präsidium abgeben. «Ich habe das Amt nicht gesucht, die beiden haben gute und engagierte Arbeit geleistet», sagt Christine Kaufmann. «Ich kann aber verstehen, dass es bei Jungen häufiger zu Änderungen kommen kann wie zum Beispiel mit einem Wegzug aus der Gemeinde.» Bowald ist 31-jährig, Dahinden 34, Kaufmann ist 50-jährig. Die neue Präsidentin habe nun «parteiintern einiges zu tun», sagt Kaufmann. Einerseits muss sie sich einarbeiten, andererseits verliert die CVP mit Kathrin Graber eines ihrer Aushängeschilder. «Sie hat einen sehr guten Job gemacht», sagt Kauf- mann, «und mit Andreas Vonesch haben wir einen guten Ersatz». Als ehemaliger Krienser Feuerwehrkommandant bringe er bereits grosse Führungserfahrung mit. Der Zeitpunkt für einen Wechsel sei zudem ideal. «Wir haben noch genug Zeit, die nächsten Wahlen vorzubereiten.» 2019 finden Kantonsratswahlen statt, 2020 kommunale.

Andreas Vonesch sieht die Veränderungen positiv. Es bleiben einige bewährte Kräfte erhalten, «neue Leute mit neuen Ideen und Impulsen kommen dazu. Ich sehe es ganz klar als Chance für die Partei.»

Volksinitiative für Gewerberäume

Welche politischen Schwerpunkte will die CVP Kriens nun setzen? Ein Thema sei «zentrumsnaher und bezahlbarer Gewerberaum», sagt Vonesch. «Wenn Wohnraum und Arbeitsplatz zusammenrücken, bleibt mehr Zeit für die Familie, Pendlerströme nehmen ab, und die Lebensqualität steigt.» Zu diesem Zweck lanciert die Partei nun die Initiative «Attraktive Arbeitsplätze für Kriens», die in Form einer Anregung verfasst ist und daher vorerst keine konkrete Forderungen enthält.

Für Kaufmann ist wichtig, dass die CVP «lösungsorientiert» politisiert. In den letzten Jahren arbeitete die CVP immer wieder mit den Linken zusammen – etwa für das umstrittene Budget 2017 oder die neue Badi. «Für Allianzen sind wir in beide politischen Richtungen offen», betont Kaufmann, die sich selbst als typische Mittepolitikerin bezeichnet. «Es kommt nicht darauf an, mit wem man zusammenarbeitet, sondern dass gute Lösungen entstehen.» Vonesch sieht die CVP selbstbewusst als «Taktgeberin», die aus der Mitte Mehrheiten findet. «Es stellt sich nicht die Frage, mit wem wir Koa­litionen eingehen, sondern wer mit uns Koalitionen eingeht.» Als Beispiel nennt er den überparteilichen Vorstoss zur Verkehrsinitiative.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

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