Eidgenössische Wahlen
Der Luzerner FDP-Nationalrat Peter Schilliger tritt 2023 noch einmal an

Die Luzerner FDP will im Herbst 2023 den vor zwei Jahren verlorenen zweiten Nationalratssitz zurückerobern. Zugpferd auf der Liste wird der bisherige Peter Schilliger sein.

Lukas Nussbaumer Jetzt kommentieren
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Der Luzerner FDP-Nationalrat Peter Schilliger ist auch Präsident der TCS-Sektion Waldstätte, die 2017 zusammen mit der Stadt Luzern das Cargo Bike, ein Mietvelo, lancierte.

Der Luzerner FDP-Nationalrat Peter Schilliger ist auch Präsident der TCS-Sektion Waldstätte, die 2017 zusammen mit der Stadt Luzern das Cargo Bike, ein Mietvelo, lancierte.

Bild: Boris Bürgisser

Im Oktober 2023 wird Peter Schilliger 64 Jahre alt sein. Für den Gebäudetechnikunternehmer aus Udligenswil ist dieses Alter jedoch kein Grund, seine lange Karriere als FDP-Politiker zu beenden: Er wird in zwei Jahren erneut als Nationalrat kandidieren, wie er auf Anfrage sagt. «Als Unternehmer habe ich sowieso keinen Pensionierungskalender im Kopf. Und wenn es mir gesundheitlich gut geht, soll mit 65 auch als Politiker nicht Schluss sein», sagt der verheiratete Vater von drei Kindern. Wichtig sei eine gute Mischung aus jüngeren und erfahrenen Bundespolitikern. Das aktuelle Luzerner FDP-Duo mit ihm als National- und dem 36-jährigen Damian Müller als Ständerat löse diesen Anspruch ein.

Peter Schilliger gehörte der Grossen Kammer in Bern zwischen September 2012 und Dezember 2019 an und wieder seit September 2020. Vor neun Jahren folgte der langjährige Gemeindepräsident von Udligenswil, Kantonsrat und Kantonalparteipräsident auf den verstorbenen Otto Ineichen, im letzten Jahr auf den ebenfalls verstorbenen Albert Vitali. 2019 verlor die FDP ihren zweiten Nationalratssitz. Diesen wolle die Partei in zwei Jahren zurückerobern – mit einer «überzeugenden Liste», wie es im jüngsten Parteiblatt «Luzerner Freisinn» heisst.

Stark engagiert als dutzendfacher Verwaltungsrat

Für Schilliger ist «überzeugend» gleichbedeutend mit acht weiteren guten Leuten auf der Liste, wobei der Frauenanteil hoch sein müsse. «Es wäre toll, wenn wir den zweiten Sitz mit einer Frau zurückholen könnten», sagt der mit 27 bezahlten und ehrenamtlichen Mandaten in Verwaltungs- sowie Stiftungsräten und Genossenschaften so stark wie kein anderer Luzerner Bundesparlamentarier engagierte Nationalrat. So ist Schilliger nicht nur Verwaltungsrat der Luzerner Kantonsspital AG, sondern auch beim Casino Luzern, dem TCS Schweiz und als Eigentümer Präsident der Herzog Haustechnik AG Luzern, deren operative Leitung er vor etwas mehr als zwei Jahren abgegeben hat.

Dass Schilliger all seine Mandate über das Pensionsalter hinaus weiterführen wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Schrittweise Verantwortung abzugeben und damit auch die zeitliche Belastung zu reduzieren, sei für ihn «ein ganz normaler Prozess», sagt der Hobby-Tennisspieler, der auch gerne reist und jasst. Vorerst setze er sich jedoch mit ganzer Kraft dafür ein, dass die FDP im Herbst 2023 zu den Wahlsiegern gehört.

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