Petition gegen Ausschaffung von tschetschenischer Mutter und Tochter

Nach der Ausschaffung der tschetschenischen Mutter und ihrer Tochter sammeln Vertreter der «Katholischen Kirche Stadt Luzern» Unterschriften, um gegen das Vorgehen der Regierung zu protestieren.

Marielle Heeb
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Nachdem einer tschetschenische Mutter und ihrer Tochter ein Jahr Kirchenasyl im Pfarrhaus bei der Hofkirche in Luzern gewährt worden ist, wurden die beiden am Dienstag ausgeschafft. Einen Tag zuvor hatten die Luzerner Behörden die beiden abgeholt. Gemäss Dublin-Abkommen müssen die beiden zurück nach Belgien, wo sie das erste Mal innerhalb Europa Asyl beantragt hatten. 

Vertreterinnen und Vertreter der «Katholischen Kirche Stadt Luzern» sammeln nun Unterschriften, um gegen das laut ihrer Medienmitteilung unverhältnismässige Vorgehen zu protestieren. In einer Petition an den Luzerner Regierungsrat fordern sie unter dem Namen «IG Kirchenasyl» eine Erklärung seitens der Regierung. «Kein Kind ist illegal», lautet der Aufruf im Protestschreiben, das am 20. November um 14.30 Uhr im Lichthof des Luzerner Regierungsratsgebäudes übergeben wird.