Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Pfadi-Kantonslager:
Besucher müssen aufs Auto umsteigen

Bis zu 6000 Personen werden am Besuchstag des Pfadi-Kantonslagers LUpiter 18 in Escholzmatt erwartet. Anreisen hätten diese mit dem öffentlichen Verkehr sollen. Allerdings übersteigt dies die Kapazität der BLS-Züge bei Weitem.
Raphael Zemp
Sommerlager 2017 in Rickenbach: Wölfli-Mitglieder der Pfadi Pulverturm Ebikon versuchen, das Küchenzelt aufzustellen. Bild: Boris Bürgisser

Sommerlager 2017 in Rickenbach: Wölfli-Mitglieder der Pfadi Pulverturm Ebikon versuchen, das Küchenzelt aufzustellen. Bild: Boris Bürgisser

Es ist das Grösste, was die Pfadi Luzern je organisiert hat. Die Rede ist vom Luzerner Kantonslager LUpiter 18, das vom 14. bis 28. Juli in Escholzmatt stattfinden wird. Rund 2200 Teilnehmer und Leiter haben sich angemeldet. Vertreten sind sämtliche 32 Pfadiabteilungen des Kantons, sowie drei ausserkantonale. Dazu kommen weitere 300 bis 400 Helfer. Alles in allem werden so rund 2500 Personen am Lager teilnehmen und dabei in der Zeltstadt wohnen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Escholzmatt auf 140'000 Quadratmetern erstrecken wird. Das entspricht ungefähr 20 Fussballfeldern.

Ebenfalls fester Bestandteil eines jeden Lagers ist der Besuchstag. Dieser soll am Samstag 21. Juli stattfinden. Noch stecken die Veranstalter mitten in den Vorbereitungen – auch weil bisher nicht alles wunschgemäss verlaufen ist. Erwartet werden zwischen 4000 und 6000 Besucher. Anfahren hätten diese mit dem ÖV sollen. «Das wäre für uns eine einfache Lösung gewesen, auch weil wir nicht genau wussten, wie es mit der Parkplatzsituation in Escholzmatt aussieht», erklärt Simon Hofstetter, Verantwortlicher des Besuchstages. Sämtliche ins Auge gefassten Varianten habe man aber schliesslich wieder verwerfen müssen. Das Problem: «Unvorhersehbares Kapazitätsproblem seitens ÖV», so Hofstetter.

Streckenunterbruch just während des Besuchstags

Einerseits kann die BLS, welche die Bahnstrecke nach Escholzmatt betreibt, nur begrenzt Passagiere transportieren. Durch die Verstärkung der regulären Züge könne die BLS die Kapazität auf 1800 Besucher erhöhen, erklärt Matthias Abplanalp, Mediensprecher der BLS. «Der Einsatz von Zusatzzügen ist auf der Strecke praktisch unmöglich, da die Strecke stark ausgelastet ist.» Dass man die erwarteten 5000 Besucher nicht transportieren könne, habe man den Veranstaltern bereits im November mitgeteilt. Zum anderen ist just zum Zeitpunkt des Besuchstages die Zugstrecke zwischen Malters und Wolhusen unterbrochen – wegen Bauarbeiten.

In der Folge haben die Veranstalter das Gespräch mit anderen Transportunternehmen gesucht, ohne dabei eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Und trotzdem ist Hofstetter zuversichtlich, dass der Besuchstag wie geplant durchgeführt und die Anmeldungen schon bald an die Eltern verschickt werden können. Auch weil die Veranstalter nicht mehr ausschliesslich auf den ÖV setzen. Zwar werden nach aktuellem Plan nach wie vor rund 2000 Besucher mit VBL-Bussen von Luzern auf den Pfadizeltplatz in Escholzmatt kutschiert.

Die übrigen Besucher allerdings sollen mit dem Auto anreisen – «wie das erfahrungsgemäss jeweils viele Eltern an Lagerbesuchstagen machen». Parkplätze in der Nähe des Lagerplatzes habe man inzwischen grossteils organisiert, sagt Hofstetter. Noch aber habe man das Transportkonzept nicht finalisiert.

Seit zwei Jahren am Organisieren

Kantonale Pfadilager hat es in den letzten Jahren verschiedene gegeben, etwa in Bern oder St. Gallen. Für Luzern ist das Lager in Escholzmatt allerdings ein Novum. Ungewöhnlich ist nicht nur seine Dimension, sondern auch der organisatorische Aufwand. Die neunköpfige Lagerleitung ist bereits seit anfangs 2016 am Planen. Getroffen hat sie sich anfänglich einmal im Monat, inzwischen alle zwei Wochen. «Der Aufwand entspricht einem 30- bis 40-Prozent-Stellenpensum», sagt Martin Lustenberger, Kommunikationsverantwortlicher des LUpiter 18.

Gegenwärtig schlagen sich die Lagerorganisatoren nicht nur mit den Anfahrtsproblemen für den Besuchertag herum, sondern sammeln auch unter Hochdruck Geld. «Unser Ziel sind 50'000 Franken Spenden, damit wir alle unsere tollen Lagerideen umsetzen können», sagt Lustenberger. Bis dato haben gut 100 Spender knapp 15'000 Franken zugesichert. Das zeigt ein Blick auf die Crowdfunding-Plattform Funders. Wer ebenfalls einen Beitrag leisten will, hat noch knapp einen Monat Zeit.

Hinweis: https://www.funders.ch/projekte/lupiter18

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.