PFAFFNAU: Mit Luzerner Bio-Dörrbohnen gegen China

Urs Frühauf stellt in seiner Biomanufaktur Dörrbohnen her. Obwohl dies ein typisch schweizerisches Produkt ist, ist der Pfaffnauer ein Exot.

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Urs Frühauf zeigt Biodörrbohnen. Im Vordergrund die Rüstmaschine. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Urs Frühauf zeigt Biodörrbohnen. Im Vordergrund die Rüstmaschine. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Steht eine dampfende Berner Platte mit Dörrbohnen auf dem Tisch, wuchsen diese mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht auf heimischen Feldern. Sondern in China. 96 Prozent dieses typisch schweizerischen Produkts stammen nämlich aus dem Reich der Mitte, da sich dort Bohnen massiv günstiger anbauen und dörren lassen.

Noch müssen Bohnen aus dem Kanton Freiburg aushelfen
Bauer Urs Frühauf aus Pfaffnau stellt in seiner Biomanufaktur Grünboden Biodörrbohnen her. «Ich suche immer das Spezielle», sagt er. Vor fünf Jahren hat er erstmals Apfelschnitze und Bohnen getrocknet. Die Nachfrage stieg laufend. Und bald sind Dörrbohnen unter dem Label Slow Food bei Coop erhältlich, wie der Verein Slow Food bekannt gab. Die Biobohnen bezieht Urs Frühauf von vier Produzenten aus der Region. Da deren Erntemenge zu klein ist, liefert noch die Landi in Kerzers (Kanton Freiburg) nach Pfaffnau. «Wir möchten aber mit der Zeit alle Bohnen aus regionalem Anbau beziehen», sagt Christine Frühauf.

Die Bohnen werden maschinell geerntet, um den Aufwand möglichst tief zu halten, mit der Rüstmaschine gerüstet, danach blanchiert und im Trocknungsschrank bei 35 Grad einen Tag lang gedörrt. Frühaufs setzen auf sehr gute Qualität der Rohstoffe und verarbeiten sie schonend. Das hat seinen Preis: Kostet eine Packung chinesische Dörrbohnen im Laden 1.70 Franken, sind es bei den Grünboden-Bohnen 8.90 Franken.

Karin Winistörfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.