PFLEGE: Dreilinden: «Agnes» macht das Rennen

Das Betagtenzentrum Dreilinden in Luzern soll in den nächsten Jahren erneuert werden. Das Projekt «Agnes» der Gret Loewensberg Architekten GmbH in Zürich hat den Architektur-Wettbewerb für sich entscheiden können.

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Blick in eines der Geschosse des Neubaus, wie sich dieses die Architekten vorstellen. (Visualisierung pd)

Blick in eines der Geschosse des Neubaus, wie sich dieses die Architekten vorstellen. (Visualisierung pd)

Geplant ist, die beiden Häuser Rigi ab 2013 durch einen Neubau zu ersetzen und 2015/16 das Haus Pilatus zu renovieren. Für den Neubau hat die Stadt einen Architektur-Wettbewerb durchgeführt. Insgesamt wurden 34 Projekte mit Modellen eingereicht. Am 5. März 2009 hat das Preisgericht unter dem Vorsitz von Stadtrat Ruedi Meier, Sozialdirektor, diese beurteilt. Der Entscheid der Jury fiel einstimmig.

Das Projekt Agnes zeige exemplarisch auf, wie sich das aus dem grossen Raumprogramm resultierende Bauvolumen in die Struktur des Quartiers einfügen lasse, schreibt die Jury. Zudem erfülle es auch aus Sicht der Pflege die Ansprüche sehr gut und sei aus heutiger Sicht das kostengünstigste. Es erfüllt auch die Voraussetzungen für den Standard Minergie Eco.

80 Einzelzimmer im Neubau
Im Neubau sollen achtzig moderne Einerzimmer mit integrierten, rollstuhltauglichen Nasszellen entstehen. Weil es sich um einen Neubau handelt, können die räumlichen Standards etwas höher angesetzt werden als bei einer Renovation eines bestehenden Zentrums, wie es weiter heisst. Es entsteht ein sogenanntes Mischheim, in dem die Leute ungeachtet ihres Gesundheitszustandes wohnen bleiben können und deshalb auch bei zunehmendem Pflegebedarf nicht umziehen müssen.

Bis im Sommer 2009 wird der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Bericht und Antrag für einen Projektierungskredit zuleiten. Gestützt auf die in diesem Bericht festgelegten Rahmenbedingungen wird anschliessend das Projekt erarbeitet. Erst dann wird der eigentliche Baukredit dem Grossen Stadtrat und der Bevölkerung vorgelegt. In einer zweiten Etappe sollen nach Fertigstellung der Häuser Rigi ab 2015 die Konzeptanpassungen im Haus Pilatus realisiert werden. Der Kredit für die Projektierung der zweiten Etappe wird Mitte 2011 beim Grossen Stadtrat beantragt.

scd