PFLEGE: Für Schwerstkranke fehlt ein Platz

Für schwere Pflegefälle fehlen heute im Kanton geeignete Einrichtungen. Die Stadt Luzern will nun handeln und schafft spezielle Heimplätze.

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Karl Oerlemans im SPZ Nottwil. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ).

Karl Oerlemans im SPZ Nottwil. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ).

Beatmungsmaschine verbreitet schnaubende Geräusche, erinnert an Himalaja-Touristen beim Gipfelkampf am Everest. Zug um Zug wird Karl Oerlemans von diesem Gerät mit Sauerstoff versorgt. Oerlemans, gebürtiger Niederländer, sitzt im Rollstuhl in einem Besprechungszimmer des Schweizer Paraplegiker-Zentrums Nottwil, SPZ. Der 75-Jährige hat Zucker. Diese Krankheit liess die Nerven zum Zwerchfell absterben, dem wichtigsten Atemmuskel überhaupt. Ohne technische Hilfe überlebt Oerlemans daher nur wenige Minuten. Das SPZ versorgt jährlich rund 40 solcher Patienten, die teil- oder vollbeatmet werden müssen.

Seine Mutter wurde 98
Trotz Krankheit: Der Pensionär hat den Lebensmut nicht verloren. Er kann sich selber aus dem Rollstuhl erheben, langsam gehen, liest täglich mehrere Zeitungen, und er sagt: «Meine Mutter wurde knapp 98 Jahre alt.» Ob Oerlemans dereinst dieses Alter erreicht, wird sich weisen. Möglich ist es. Nur: Wo wird der Rentner sein restliches Leben verbringen? Die Ehefrau kann ihren pflegebedürftigen Gatten nicht betreuen. Deshalb lebt Oerlemans seit rund einem Jahr im SPZ, wo es ihm prima gefällt. Eine Dauerlösung aber ist das nicht.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.