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PFLEGE: Malters fasst Auslagerung des Heims ins Auge

Der Gemeinderat will die Altersbetreuung umgestalten. Finanziell wird das zur Herausforderung.
Das Alters- und Wohnheim Bodenmatt in Malters. (Bild: PD)

Das Alters- und Wohnheim Bodenmatt in Malters. (Bild: PD)

Die Erarbeitung eines Konzepts zum Thema Altersbetreuung beschäftigt den Gemeinderat in Malters seit Jahren. Nun hat er seinen Planungsbericht zur Vernehmlassung den politischen Parteien zugestellt. Diese können dazu bis zum 6. April Stellung beziehen. Ob es dieses Jahr zur Volksabstimmung kommt, ist ungewiss. Zuerst müssen die Reaktionen auf den Planungsbericht ausgewertet werden, so der Gemeinderat.

Im Bericht sieht er als ersten Schritt vor, die Dauer der stationären Pflegeaufenthalte auf das kantonale Niveau zu senken. Der kantonale Durchschnitt dafür liegt bei 3,6 Jahren, in Malters jedoch bei 4 Jahren. Mit der Reduktion könnte die Kapazität des Alterswohnheims Bodenmatt um 10 Prozent gesteigert werden.

Pflegestunden durch Spitex sollen steigen

Dieses Ziel könne erreicht werden, indem Pflegebedürftige einen eventuellen Heimeintritt möglichst lange hinauszögern. Dies wiederum wird möglich, wenn die Pflegestunden durch die Spitex erhöht werden. Der Gemeinderat setzt damit klar auf betreutes Wohnen. Die 110 hindernisfreien Wohnungen, die in der Zentrumsüberbauung gestaffelt entstehen, unterstützen diesen Schritt zusätzlich.

In einem weiteren Schritt, so der Gemeinderat, soll dann die stationäre Pflege ausgebaut werden. Hier legt die Exekutive den Fokus auf die «Ensemblelösung» im Gebiet Muoshof, das die beiden Angebote Pflegeheim und Wohnen im Alter vereint. Dazu ist ein Neubau geplant und die Umnutzung des Altersheims Bodenmatt (AWH) für betreutes Wohnen. Zudem soll ins AWH die Spitex einziehen. Eine Variante, die die Kommission für Altersfragen bereits aufs Tapet gebracht hat (Artikel vom 20. November 2017).

Für eine sofortige Umsetzung ist jedoch laut Gemeinderat der Bedarf noch nicht genügend ausgewiesen. Das Projekt soll deshalb erst dann umgesetzt werden, wenn der Bedarf ausgewiesen und die Kosten für alle tragbar sind. Die Aufenthaltstaxe soll möglichst tief gehalten werden. Aktuell liegt sie um die 164 Franken. Mit der Ensemble-Lösung würde sie innert zehn Jahren auf 185 Franken steigen.

Finanziell stellten die «nachhaltigen Angebote für hochaltrige Personen» für Malters eine grosse Herausforderung dar. Zur Reduktion der finanziellen Belastung wird die Auslagerung des AWH und des Neubaus ins Auge gefasst. Dazu schreibt der Gemeinderat: «Die Auslagerung in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft wird im Zusammenhang mit dem Neubau eines Pflegeheimes umgesetzt.»

Die Idee, einen Neubau mit 84 Plätzen in der Dangelbachmatte zu realisieren und dazu das Land im Baurecht zu erwerben, wird fallen gelassen. Ebenso werden die provisorisch reservierten Wohnungen im Zentrum dem Investor freigegeben.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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