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Luzerner Regierung lehnt höhere Gebühren an der Pädagogischen Hochschule ab

Um die finanzielle Situation der Pädagogischen Hochschule Luzern zu verbessern, wollte die Institution die Gebühren erhöhen. Der Regierungsrat verzichtet nun jedoch darauf. Auch weil er kürzlich die Trägerschaftsbeiträge erhöht hat.
Yasmin Kunz

Der Luzerner Regierungsrat diskutierte für die Pädagogische Hochschule (PH) Luzern eine Verordnungsänderung. So sollten einige Gebühren erhöht wie etwa die Prüfungsgebühren für Abschlussprüfungen sowie die Gebühren für den freiwilligen Instrumental- und Gesangsunterricht erhöht werden. Nun teilt das Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement (BKD) auf Anfrage mit, dass es vorläufig zu keiner Gebührenerhöhung kommt. «Der Regierungsrat hat sich in der aktuellen Situation gegen eine Gebührenerhöhung bei der PH Luzern entschieden», sagt Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos).

Die Gebühren für die Studenten der Pädagogischen Hochschule Luzern werden nicht erhöht. Die Luzerner Regierung hat einen entsprechenden Antrag der PH abgelehnt. (Symbolbild: Dominik Wunderli, 16. April 2014)

Die Gebühren für die Studenten der Pädagogischen Hochschule Luzern werden nicht erhöht. Die Luzerner Regierung hat einen entsprechenden Antrag der PH abgelehnt. (Symbolbild: Dominik Wunderli, 16. April 2014)

Zunächst wolle man die Finanzsituation der PH Luzern vertieft analysieren, bevor über weitere Massnahmen entschieden werde, so der Regierungsrat. Mit ein Grund für den Entscheid ist wohl auch die Erhöhung der Trägerschaftsbeiträge an die Pädagogische Hochschule, welche gemäss Bundesamt für Statistik die kostengünstigste aller 16 Schweizer PHs ist. Der Regierungsrat wird den Trägerbeitrag für 2020 von 4,4 Millionen Franken auf 6,4 Millionen erhöhen, danach bis 2023 auf jährlich 7,3 Millionen. Im letztjährigen Aufgaben- und Finanzplan 2019 bis 2022 waren für die Jahre 2020 bis 2022 noch je 5,1 Millionen vorgesehen (Ausgabe vom 3. Juli).

Schwerzmann bestätigt, dass die Erhöhung der Trägerschaftsbeiträge in die Analyse der Finanzierung der PH einfliessen wird. Ist die Gebührenerhöhung nun ganz vom Tisch? Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann sagt: «Das hängt vom Ergebnis der Analyse ab. Es gilt nun, Massnahmen auf der Einnahmen- sowie auf der Ausgabenseite zu prüfen.»

Gebühren hätten zusätzlich 200'000 Franken gebracht

Die Erhöhung war durch die Pädagogische Hochschule Luzern beantragt worden, «weil der Trägerschaftsbeitrag des Kantons seit 2014 kontinuierlich gesunken ist und wir 2017 und 2018 negative Rechnungsergebnisse ausweisen mussten», sagt Kathrin Krammer, Prorektorin Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Neben diversen Sparmassnahmen hätten die zusätzlichen Einnahmen in Höhe von jährlich rund 200'000 Franken zu einer Verbesserung des Jahresabschlusses beitragen sollen, führt sie weiter aus. In der Zwischenzeit «hat sich der Regierungsrat aber erfreulicherweise» für eine zusätzliche Erhöhung des Trägerschaftsbeitrags ausgesprochen, bestätigt auch Prorektorin Kathrin Krammer:

«Insofern ist es für uns nachvollziehbar, dass er dem Anliegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattgegeben hat.»

Ob erneut ein Antrag gestellt werde, sei vom Ergebnis der zuvor erwähnten Analyse abhängig.

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