Phishing: Luzerner Polizei gelingt Schlag gegen Cyberkriminelle

Die Luzerner Polizei hat drei Männer und eine Frau ermittelt, welche verdächtigt werden, dass sie sich mit gefälschten Webseiten persönliche Daten von gutgläubigen Internet-Benutzern verfügbar gemacht haben. Zwei Männer befinden sich in Untersuchungshaft.

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(zim) Seit Juli sind bei der Staatsanwaltschaft Luzern mehrere Anzeigen von Schweizerischen Krankenversicherungen eingegangen. Die damals noch unbekannten Täter haben den jeweiligen Werbeauftritt der Krankenversicherung täuschungsecht kopiert und unter einer Domain im Internet aufgeschaltet, wie die Staatsanwaltschaft Luzern am Montag mitteilte.

Auf diesen «Fake-Seiten» wurden interessierte Kunden aufgefordert, in einem gefälschten Offertenformular ihre Personaldaten einzugeben, um eine kostenlose Versicherungsofferte der angeblichen Versicherung zu erhalten. So machte sich die Täterschaft auf illegale Art und Weise persönliche und vertrauliche Daten erhältlich.

Ziel dieses Vorgehens war es laut Staatsanwaltschaft, an Personendaten von Personen zu gelangen, welche am Abschluss einer Krankenversicherung interessiert sind und diese über eine eigene Firma anstatt direkt bei der jeweiligen Krankenkasse abzuschliessen. Die eigene Firma sollte dann die Kunden gegen Entgelt weiter an Krankenversicherungen vermitteln.

Die Strafuntersuchungsbehörden konnten vier mutmassliche Täter, drei Männer und eine Frau, ermitteln. Gegen diese wurden nun Untersuchungen wegen Verdachts der mehrfachen Urkundenfälschung, der mehrfachen gewerbsmässigen Markenrechtsverletzung, betrügerischen Markengebrauchs sowie wegen unlauteren Wettbewerbs eingeleitet.

Zwei Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Eine Frau ist auf freiem Fuss. Der Aufenthaltsort des dritten Mannes ist unbekannt. Er konnte bisher nicht ermittelt werden.

Bis zum Abschluss der Untersuchung gilt die Unschuldsvermutung.