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In Kriens entsteht eine Sporthalle von nationaler Bedeutung

Der Bund unterstützt die neue Saalsport- und Eventhalle mit einem Millionenbeitrag – weil sie eine wichtige Lücke in der Schweizer Sportinfrastruktur fülle. 2018 soll das Projekt konkrete Formen annehmen.
Die Pilatus-Arena soll neben der geplanten Mobimo-Überbauung bei der S-Bahn-Haltestelle Mattenhof entstehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Die Pilatus-Arena soll neben der geplanten Mobimo-Überbauung bei der S-Bahn-Haltestelle Mattenhof entstehen. (Bild: Visualisierung: PD)

In den vergangenen Monaten ist es ruhig geworden um die Pilatus-Arena. Doch hinter den Kulissen wird die Planung für die Saalsport- und Eventhalle im Krienser Mattenhof vorangetrieben. So wurde letzte Woche etwa das Siegerprojekt ausgewählt. Das bestätigt Nick Christen, CEO des HC Kriens-Luzern. Der Handballclub wird die neue Saalsporthalle zusammen mit anderen Vereinen als Heimstätte nutzen. Welches Architekturbüro den Zuschlag für die Pilatus-Arena erhalten hat und wie das Projekt im Detail aussieht, wird allerdings erst im ­Februar kommuniziert. Bis dahin werden die Ergebnisse des Studienauftrags aufgearbeitet.

Einen wichtigen Erfolg konnten die Initianten der Pilatus-Arena auf nationaler Ebene verbuchen: Der Bund unterstützt den Bau mit 3 Millionen Franken. Das Geld stammt aus dem Topf des Nationalen Sportanlagenkonzepts (Nasak). Dieser Topf umfasst insgesamt 70 Millionen Franken, welche für Sportinfrastrukturbauten von nationaler Bedeutung verwendet werden. In einer Mitteilung der Arena-Initianten wird Matthias Remund, Direktor des Bundesamts fur Sport, wie folgt zitiert: «Die Pilatus-Arena schliesst eine grosse Lücke in der Sportversorgung der Schweiz. Hier entsteht eine Anlage für Wettkämpfe, die den ­Anforderungen zahlreicher Hallensportarten in idealer Weise entspricht.» Tatsächlich fehlt ­bisher nicht nur in der Region ­Luzern eine geeignete Saalsporthalle, sondern es gibt in der ganzen Schweiz einen Mangel an mittelgrossen Sport- und Eventhallen. Die Pilatus-Arena soll Platz für 4000 Zuschauer bieten und neben Sportveranstaltungen auch Konzerte und Kongresse ­ermöglichen.

Subventionszusage in letzter Minute

Nick Christen freut sich sehr über den Entscheid des Bundes. Die Subventionszusage ist das Resultat von intensiven Gesprächen, die über zwei Jahre dauerten. Nun hat es quasi in letzter Minute noch geklappt. Das Nasak-Finanzierungsprogramm läuft nämlich Ende 2017 aus. Gleichzeitig mit den Bundessubventionen verpflichtet sich die Pilatus Arena AG, langfristige Verträge mit den nationalen Sportverbänden im Bereich Handball, Basketball, Volleyball, Unihockey, Fussball und Tennis abzuschliessen.

Neben dem Bund wird auch der Kanton Luzern das Projekt unterstützen. 4 bis 6 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds sind für den Bau vorgesehen, dessen Gesamtkosten auf 30 Millionen Franken veranschlagt werden. Investiert werden soll im Krienser Mattenhof aber weit mehr Geld. Denn um die Pilatus-Arena wirtschaftlich betreiben zu können, ist eine Mantelnutzung mit rund 350 Wohnungen vorgesehen. Zum Bauprojekt gehört vermutlich ein Hochhaus, dessen Höhe maximal 80 Meter betragen darf. Insgesamt investiert die Pilatus Arena AG 200 Millionen Franken auf dem Areal neben dem Bahnhof Mattenhof. Als Geldgeber für den Bau treten die Helvetia Versicherung und die Eberli Sarnen AG auf. Letztere ist auch für die Gesamtentwicklung des Projekts verantwortlich.

Baubeginn für die Pilatus-Arena ist frühestens 2019. Bis dann muss noch ein Bebauungsplan ausgearbeitet werden, über den wiederum der Krienser Einwohnerrat befinden muss. Gebaut wird auf einem Stück Land, das im Moment noch der Stadt Luzern gehört. Das Volk hat aber den Verkauf an die Eberli Sarnen AG beschlossen. Er wird getätigt, sobald ein baureifes Projekt vorliegt – und wohl der letzte Landverkauf der Stadt sein. Denn die vom Volk angenommene Boden-Initiative verbietet künftig den Verkauf von städtischem Land.

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

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