PILATUS: Im Frühtau zu Berge – am liebsten auf den Pilatus

Wer bei schönem Wetter zeitig losgeht, wird von der Natur belohnt. Leser Paul von Allmen lässt uns an seinen Eindrücken teilhaben.

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Sonnenaufgang vom Pilatus Oberhaupt. (Bild: von Allmen Paul)

Sonnenaufgang vom Pilatus Oberhaupt. (Bild: von Allmen Paul)

Sonnenaufgang vom Pilatus Oberhaupt (3. August 2015). (Bild: Paul von Allmen)
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Freilufthotel Klimsen (3. August 2015). (Bild: Paul von Allmen)
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Sonnenaufgang bei der Klimsenkapelle (3. August 2015). (Bild: Paul von Allmen)
Blick vom Widderfeld Richtung Pilatus (03. August 2015). (Bild: Paul von Allmen)
Klimsenhorn mit Klimsenkapelle (7. September 2014) (Bild: Paul von Allmen)
Morgendämmerung am Pilatus (18. August 2012). (Bild: Paul von Allmen)
Paul von Allmen, 54 Jahre alt aus Malters. (Bild: zvg)

Sonnenaufgang vom Pilatus Oberhaupt (3. August 2015). (Bild: Paul von Allmen)

Diesen fantastischen Moment hat Paul von Allmen am vorletzten Montag vom Pilatus aus festgehalten. Unser Leser aus Malters hat sich am Vorabend über die Wetterbedingungen informiert und beschlossen, zeitig aus den Federn zu hüpfen, um den Sonnenaufgang hoch über der Zentralschweiz zu geniessen.

«Ich wusste, dass das Wetter super wird, so bin ich um 4 Uhr aufgestanden und machte mich auf den Weg in Richtung Eigental», sagt der 54-jährige Koch, der im Berufsalltag für das Wohl der Bewohner des Betagtenzentrum Eichhof sorgt und deshalb ab und zu an Wochentagen frei hat, an denen er seinem Hobby nachgehen kann.

Sechs Stunden unterwegs

Im Wissen, dass ihm ein prächtiger Tag bevorstehen würde, entschied er sich, «die ganze Kette bis vorne» zu machen. Konkret wanderte von Allmen die Route Eigenthal (Unter Lauelen) Ober Lauelen – Heitertannliweg – Pilatus – Gemsmättli – Widderfeld – Oberalp – Unter Lauelen. Gestartet ist er um 4.45 Uhr. «Wer so früh unterwegs ist, marschiert eine Weile im Dunkeln. Man muss eine Taschenlampe dabeihaben. So etwas muss man erleben», schwärmt der Mann. Seine sechsstündige Wanderung hielt der Naturfreund mit einer Kamera fest, und viele Passagen auf der Route filmte er. Die Tour, die um 10.45 Uhr zu Ende war, dokumentierte er auf einem Video, das er ins Internet gestellt hat (siehe Bonus).

Mit Vorliebe ist der Vater von zwei Töchtern auf dem Pilatus oder im Tessin in der Region Locarno unterwegs. Es müssen dabei nicht immer mehrstündige Wanderungen sein. «An einem schönen Abend geniesse ich auch eine kurze Tour vom Stäfeli aufs Mittagsgüpfi», sagt er. Auf den Geschmack des Wanderns ist Paul von Allmen durch Zufall gekommen. «Vor einigen Jahren haben uns Nachbarn auf eine Tour mitgenommen. Das hat uns so fasziniert, dass wir regelmässig losziehen.» Mit «wir» meint er Ehefrau Liliane (50) und die Töchter Carmen (23) und Corinne (20). Die Routen vor dem Zmorge unternimmt der Mann aber in Eigenregie. «Wenn ich den Sonnenaufgang sehen will, gehe ich allein», sagt er. Einsam sei man dabei nie. «Immer wieder treffe ich Leute an, die bereits am Vorabend oben waren und in Schlafsäcken übernachteten.»

Paul von Allmen lässt uns gerne an seinen Eindrücken teilhaben. Nicht nur an Impressionen aus der Natur. Auch gegen Littering hat er sich auf eigene Weise engagiert: Im März dieses Jahres sammelte er auf seinem Arbeitsweg von Malters nach Obernau Abfall vom Strassenrand auf und fotografierte jedes einzelne Stück. Die daraus entstandene Collage «Aus dem Auto aus dem Sinn» erschien ebenfalls in unserer Zeitung (Ausgabe vom 24. März).

Roger Rüegger