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PILATUS: Mit dem Töffli auf den Pilatus – und sie planen schon den nächsten Coup

Zwei junge Horwer wagten sich mit ihren Mofas auf den Pilatus. Ihr nächstes Ziel: Eine Reise ins Tessin mit einem selbstgebauten Wohnwagen.
Fabio posiert unterhalb von Pilatus Kulm mit seinem Töffli. (Bild: PD)

Fabio posiert unterhalb von Pilatus Kulm mit seinem Töffli. (Bild: PD)

Acht Stunden seien sie unterwegs gewesen, sagt Fabio (17) aus Horw, bis der Schnappschuss mit dem Töffli unterhalb von Pilatus Kulm entstanden sei. «Hast du schon mal ein Bild von einem Mofa auf dem Pilatus gesehen?», habe er seinen Kollegen Christian (16) vor einiger Zeit gefragt. Als besagter Kollege, mit «Nein, sicher nicht» geantwortet habe, sei die Idee geboren: «Dann werden wir die ersten sein, die den Pilatus mit dem Töffli befahren.» So machten sich die Freunde mit ihren Mofas – einem roten Malaguti Fifty Top und einem Puch Maxi – auf den Weg.

Den Aufstieg hätten sie via Alpnach über den regulären Wanderweg gewagt. «Das ging nicht ohne Probleme», erzählt Fabio weiter. Neben losen Auspuffen, seien auch die überhitzten Motoren ein limitierender Faktor gewesen, erzählt er. Das resultierte in einigen Zwangspausen auf den rund 1600 Höhenmetern – und gut 60 Höhenmeter unter dem Kulm war Schluss.

Auf die Frage, ob man zu Fuss nicht schneller gewesen wäre, gibt's ein verschmitztes «wahrscheinlich». Auf Google Maps wird der Fussweg für die 13,8 Kilometer von Horw mit einer Wanderzeit von 4 Stunden und 8 Minuten angegeben. «Runter ging es dann ein bisschen schneller», sagt der «Töffli-Wanderer». «Auch wenn unterwegs noch ein Pedal abgebrochen ist.»

Aktion ist illegal

Einen kleinen Haken hat die Sache: Legal ist der Aufstieg via Wanderweg nicht. Fabio sagt zwar: «Auf dem Weg hatte es kein Fahrverbotsschild für Mofas, wir hatten uns extra erkundigt.» Doch Marco Niederberger von der Kantonspolizei Obwalden stellt klar: «Auf dem Wanderweg hat ein Töffli nichts verloren.» Auch ohne Signalisation gilt: Fahrverbot.

Die beiden planen derweil bereits ihr nächstes Abenteuer. «Wir wollen mit unseren Mofas ins Tessin – mit einem selbstgebauten Wohnwagen.» Besagter Wohnwagen sei ein regulärer Mofa-Anhänger, der umgerüstet wurde zu einer Schlafgelegenheit.

Auch die Rigi wurde schon mit einem Motorfahrzeug erklommen

Die jungen Horwer sind nicht die ersten, die eine motorisierte «Erstbesteigung» eines Zentralschweizer Berges wagten. Denn auch die Rigi wurde einst bezwungen, und zwar mit einem Auto: Der Opel Olympia war mit einem Motor mit weniger als 30 PS ausgerüstet und wog 840 Kilogramm. Die Fahrt, eigentlich ein Werbegag der Garage Kaiser aus Zug, fand am 30. Juni 1937 statt.

Kamerateams hielten den Trip von Zug via Rotkreuz, Küssnacht, Weggis und Rigi Kaltbad nach Rigi Kulm fest. Ein Begleittross von gut 20 Personen war damit beschäftigt, das Auto einzuweisen, mit dem Pickel Grasnarben wegzukratzen oder Viehgatter zu öffnen. Der Videoausschnitt zeigt den letzten Teil der Fahrt auf Rigi Kulm.

Urs-Ueli Schorno

Die Mofas: Ein rotes Malaguti Fifty Top und ein blaues Puch Maxi. (Bild: pD)

Die Mofas: Ein rotes Malaguti Fifty Top und ein blaues Puch Maxi. (Bild: pD)

Diese Route wählten die beiden «Töffli-Wanderer» (Bild: PD)

Diese Route wählten die beiden «Töffli-Wanderer» (Bild: PD)

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