Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PILATUSSTRASSE: LUKB-Ausbau: Stadt macht Tempo

Der Stadtrat will alles dafür tun, dass die Kantonalbank im Stadtzentrum ausbauen kann. Einzig das Volk könnte den Fahrplan noch durchkreuzen.
Blick auf den Eingangsbereich der LUKB an der Pilatusstrasse. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 27. Januar 2016))

Blick auf den Eingangsbereich der LUKB an der Pilatusstrasse. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 27. Januar 2016))

Die Luzerner Kantonalbank (LUBK) hat an ihrem Hauptsitz an der Pilatusstrasse Platzprobleme. Deshalb plant sie eine Erweiterung um ein siebtes Stockwerk. Doch dieses Vorhaben wäre gemäss geltender Bau- und Zonenordnung (BZO) nicht zulässig, da sich das Gebäude in der Ortsbildschutzzone B befindet.

Baudirektorin Manuela Jost hat bereits Anfang Januar gegenüber unserer Zeitung betont, dass man alles daransetzen wolle, um den LUKB-Ausbau dennoch zu ermöglichen. Sprich: Die BZO soll entsprechend angepasst werden. Nun bekräftigt der Stadtrat diese Haltung in seiner Antwort auf eine Motion der FDP. Es bestehe ein «hohes öffentliches Interesse» daran, den Hauptsitz der LUKB in der Stadt Luzern zu halten. Die nötige Anpassung der BZO werde «umgehend angegangen».

Dass sich der Stadtrat so zuvorkommend zeigt, hat einen triftigen Grund: Die LUKB hat neben dem Ausbau des Hauptsitzes im Stadtzentrum noch ein Alternativprojekt am Laufen. So wird geprüft, die zusätzlich benötigte Fläche in einem Neubau am Seetalplatz in Emmenbrücke zu realisieren. Damit nicht genug: Falls der Standort Seetalplatz zum Zug kommt, sollen mehrere hundert bisherige Arbeitsplätze aus der Stadt nach Emmenbrücke verlagert werden.

Sämtliche Parteien sind dafür

Die LUKB will ihren Standortentscheid noch in diesem Jahr fällen. Die Zeit drängt also für die Stadt, die BZO noch 2017 anzupassen. Wie eingangs erwähnt, will der Stadtrat die nötigen Arbeiten dazu unverzüglich in Angriff nehmen. Die FDP-Motion wird zudem bereits an der nächsten Sitzung des Stadtparlaments am 6. April behandelt. Ihre Überweisung ist bloss noch Formsache – sämtliche Parteien sind bereit, die Zonenordnung für die LUKB zu ändern. Politik und Verwaltung werden es vermutlich schaffen, die BZO noch in diesem Jahr unter Dach und Fach zu bringen. Falls allerdings das Referendum ergriffen wird, könnte eine Abstimmung möglicherweise erst 2018 stattfinden. Das wäre dann vermutlich zu spät – die Bank erklärte schon früher, dass sie in diesem Fall das Projekt Seetalplatz weiterverfolgen würde.

Es sind immer noch beide Projekte im Rennen

Zurzeit stehen die Signale aber auf Grün. «Wir sind erfreut über die Antwort des Luzerner Stadtrates auf die Motion und sind zuversichtlich, dass die Änderung der BZO innert nützlicher Frist möglich wird», sagt LUKB-Sprecher Daniel von Arx. Sobald die geänderte BZO rechtskräftig sei, werde man die Planungen konkretisieren – sowohl für die Variante Hauptsitz als auch für den Seetalplatz, wie Daniel von Arx betont. Denn das Entgegenkommen der Stadt bedeutet noch nicht, dass die Kantonalbank von den neuen Möglichkeiten auch Gebrauch macht. Es scheint so, als seien die beiden Varianten Pilatusstrasse und Seetalplatz bei der LUKB bisher etwa gleichauf.

Die städtische Bau- und Zonenordnung wurde erst 2013 total revidiert. Normalerweise folgt nach wenigen Jahren nicht schon eine Anpassung. Der Stadtrat pocht hier aber auf das grosse öffentliche Interesse am LUKB-Hauptsitz. Dieses rechtfertige es, die BZO bereits jetzt wieder zu ändern.

Robert Knobel
robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.