PILOTPROJEKT: Übergangspflege-Projekt erfüllt Erwartungen

Die Stadt Luzern ist mit dem Pilotprojekt der Übergangspflege zufrieden. Deshalb will sich die Stadt dafür einsetzen, dass die Übergangspflege auf Bundesebene eingeführt wird.

Drucken
Teilen
Symbolbild Neue LZ.

Symbolbild Neue LZ.

Seit 2008 läuft in der Stadt Luzern das Projekt der stationären Übergangspflege. Das Projekt ist für ältere Menschen gedacht, die nach einem längeren Spitalaufenthalt wieder nach Hause zurückkehren wollen, statt in ein Pflegeheim zu gehen. Das Projekt sieht vor, dass ältere Menschen nach ihrem Spitalaufenthalt zeitlich befristet in einem Pflegeheim betreut werden, um die nötige Selbstständigkeit wieder zu erlangen.

81 Prozent gehen wieder nach Hause
Eine Studie der Hochschule Luzern hat nun gezeigt, dass 81 Prozent der Pflegegäste nach einer Übergangspflege von vier Wochen wieder nach Hause zurückkehren konnten. Die Stadt Luzern setzt sich nun dafür ein, dass die Übergangspflege im neuen Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung verankert wird. Dies schreibt die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung.

14 Tage sind zu kurz
Bisher ist im Bundesgesetz eine Übergangspflegedauer von 14 Tagen vorgesehen, was für die meisten Betroffenen zu kurz sei. Ab dem 15. Tag müssten die Pflegegäste die Pflegekosten selber übernehmen. Dies ist für die Betroffenen sehr teuer und verursache bei den Pflegeheimen einen hohen administrativen Mehraufwand. Deshalb will die Stadt Luzern, dass die Übergangspflegedauer verlängert wird.

Das Projekt Übergangspflege wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Luzern, der Stadt Luzern, des Betagtenzentrums Rosenberg und der CSS Versicherung durchgeführt.

pd/das