Pilotversuch: Stadt Luzern lässt Tauben töten

Die Stadt Luzern hat am Mittwochmorgen an der Reuss durch einen Wildhüter 43 Tauben einfangen und töten lassen. Sie prüft, ob damit lokal die Population der Vögel verkleinert werden kann.

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In der Stadt sollten Tauben nicht gefüttert werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

In der Stadt sollten Tauben nicht gefüttert werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Tauben gelten zwar als Bereicherung für die Stadt. Sie sind aber auch ein Problem, weil jeder der Vögel bis zu zwölf Kilogramm Kot pro Jahr produziert und den Dreck mit Vorliebe auf Gebäuden und Denkmälern liegen lässt.

2001 lebten rund 7000 Tauben in Luzern. Mit verschiedenen Massnahmen gelang es der Stadt, bis 2006 die Population auf 2000 zu reduzieren.

Nun stellte die Stadt Anzeichen für ein erneutes Wachstum der Taubenpopulation fest. Auch hätten sich an einzelnen Standorten Schwärme gebildet, was lokal zu untragbaren Situationen führen könne, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Ein Pilotversuch soll nun zeigen, ob das Einfangen von Tauben zur Entschärfung des lokalen Taubenproblems beitragen könne, heisst es in der Mitteilung. Dazu seien in der Altstadt entlang der Reuss Kastenfallen aufgestellt worden, eine Methode, wie sie auch in Zürich angewandt werde.

Eingefangen wurden die Tauben von einem spezialisierten Wildhüter, der die Tiere anschliessend auch fachgerecht tötete. In den kommenden Wochen werde sich zeigen, ob und für wie lange sich der Eingriff auf die Grösse der Schwärme auswirke, schreibt die Stadt.

Die Stadt ruft die Bevölkerung dazu auf, Tauben nicht zu füttern. Wenn die Tiere mehr Zeit in das Suchen von Futter investieren müssen, haben sie weniger Zeit für die Fortpflanzung und ziehen weniger Jungtiere gross.

sda/ks