Pippi macht, was sie will

Im neuen Stück der Theaterkids der Stadt Luzern treibt es Pippi Langstrumpf kunterbunt.

Yvonne Imbach
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Nadina Cventanovic (links) und Natalia Bertschmann spielen die  Pippi im Kinderstück.

Nadina Cventanovic (links) und Natalia Bertschmann spielen die Pippi im Kinderstück. 

Bild: Yvonne Imbach (Luzern, 16. Dezember 2019)

Wer kennt sie nicht, die freche Göre, die ohne Eltern, dafür mit ihrem Pferd «Kleiner Onkel» und dem Äffchen «Herr Nilsson» in der Villa Kunterbunt wohnt. Astrid Lindgrens wunderbare Protagonistin ist frech, laut und bärenstark. Keine Frage: «Pippi Langstrumpf» gehört zu den beliebtesten Kindergeschichten. Um Anstandsregeln und Schule macht sie einen grossen Bogen, dafür reisst sie die eigentlich braven Geschwister Annika und Thommy in so manches Abenteuer hinein.

Im Kinderstück «Pippi im Taka-Tuka-Land» der Theaterkids der Stadt Luzern machen sich die drei auf, Pippis Vater Efraim Langstrumpf zu finden und ihn aus den Händen der Piraten zu befreien. Dabei werden so manche freche Streiche gespielt, was die kleinen Zuschauer zum Lachen und Mitfiebern bringt.

Schon die grosse Schwester spielte die Pippi

Weil die Rolle der Pippi sehr umfangreich ist, schlüpfen zwei Theaterkids in ihre Rolle. Die beiden elfjährigen Mädchen Natalia Bertschmann und Nadina Cventanovic sind sogar anfänglich zu zweit auf der Bühne. Danach übernehmen sie je einen Part. Beide haben bereits mehrjährige Spielerfahrung.

Regisseur Walti Mathis hatte vor Probenbeginn den Kindern eine Liste mit den zu besetzenden Rollen abgegeben. Natalia erklärt: «Wir durften eintragen, welche Rolle unsere erste Wahl wäre. Dann gabs ein kleines Casting. Ich bin happy, dass ich die Pippi spielen darf.» Schon 2008 spielten die Theaterkids als Weihnachtsstück «Pippi». Damals hatte Natalias grosse Schwester die Hauptrolle. «Sie ist stolz auf mich», freut sich die 6.-Klässlerin.

Nadina verrät, dass sie mit Pippi etwas gemeinsam hat: «Sie ist unordentlich. Auch in meinem Zimmer sieht es manchmal schlimm aus!» Die Selbstsicherheit der lustigen Figur gefällt beiden Mädchen: «Sie hat vor nichts Angst», beschreibt Natalia, was sie an Pippi fasziniert. Die beiden werden von acht weiteren Kindern im Spiel unterstützt und vom Jugendchor St.Anton–St.Michael mit sechs Liedern begleitet. Die Gesamtleistung aller ist mindestens so stark wie Pippi! 

Premiere am 17. Dezember um 17 Uhr. Weitere Aufführungen: 20. Dezember 19 Uhr. 21. Dezember 15, 17 und 19 Uhr. 22. Dezember 14 und 16 Uhr. Im Pfarreisaal St.Anton. Eintritt frei, Türkollekte.

Serie

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