Pläne der Uni Luzern provozieren Skepsis

Neue Studienrichtung? Ein solcher Ausbau könnte die Hochschule Luzern schwächen, so Nachbarkantone und Parteien.

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Die im Bau befindliche Universität (links) und das Gebäude der Hochschule für Wirtschaft. (Bild: Neue LZ)

Die im Bau befindliche Universität (links) und das Gebäude der Hochschule für Wirtschaft. (Bild: Neue LZ)

Der Entscheid des Universitätsrates hat die Nachbarkantone und die Luzerner Parteien überrascht. Von der Absicht, an der Uni Luzern eine Wirtschaftsfakultät zu gründen, wusste bis dato kaum jemand etwas. Die Bildungsdirektoren der umliegenden Kantone befürchten nun, dass ein Ausbau an der Universität auf Kosten der praxisorientierten Hochschule Luzern (HSLU) ginge. Die Kantone Zug, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden beteiligen sich mit jährlich rund 20 Millionen Franken an der HSLU, die bereits ein Wirtschaftsstudiengänge anbietet.

Frage der Finanzierung

Für Staunen sorgt, dass sich der Luzerner Regierungsrat für die neue Fakultät einsetzt. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Regierung ihre eigene Hochschule schwächen will», sagt der Zuger Regierungsrat Matthias Michel. Nicht nur die Nachbarn, auch die Luzerner Parteien reagieren skeptisch. Die Fraktionspräsidenten von CVP und FDP befürchten Finanzierungsprobleme. SP und Grüne stellen zudem die Bevorzugung von Wirtschaft gegenüber den Humanwissenschaften in Ffrage. Einzig SVP-Fraktionchef Guido Müller ist begeistert. Er begrüsse es, wenn die Universität auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet werde.

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.