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Pläne für Wellnessbad im Krienser Nidfeld sind gescheitert

Die Stadt Kriens hat einen Teil der Überbauung auf dem ehemaligen Pilatusmarkt-Areal bewilligt. Eine Wellnessanlage wird es aber nicht geben – die Bauherren und der Investor konnten keine Einigung erzielen.
Stefan Dähler
So soll die Nidfeld-Überbauung aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll die Nidfeld-Überbauung aussehen. (Visualisierung: PD)

Die Nidfeld-Überbauung in Kriens nimmt eine weitere Hürde. Die Stadt Kriens hat die Baubewilligung teilweise erteilt – und zwar für die acht Gebäude im Baubereich B mit einer Höhe von 24 Metern. Noch nicht erteilt wurde die Baubewilligung für das 60-Meter-Hochhaus, gegen das Einsprachen eingegangen sind. Diese seien bei der Stadt Kriens in Bearbeitung.

«Wir sind nun im Gespräch mit künftigen Investoren und planen, die Arbeiten für den Baubereich B im kommenden Frühling zu starten», sagt Manuel Schneider, Niederlassungsleiter Luzern von Losinger Marazzi. Die Immobilienentwicklerin und Totalunternehmerin plant und realisiert das Projekt auf dem Nidfeld-Areal.

Bad liess sich nicht in Projekt integrieren

Welche Investoren das sind, gibt Schneider noch nicht bekannt. Klar ist aber: Das Wellnessbad von Kumar Kamlesh, der in Sursee bereits das Aquafit führt, befindet sich nicht mehr darunter. Die Verhandlungen sind gescheitert. «Wir haben uns nicht gefunden», sagt Schneider. Ein Problem sei gewesen, dass die Idee der Wellnessanlage relativ spät aufkam und daher nicht kompatibel war mit der geplanten Bauweise. «Es wäre schwierig gewesen, diese Nutzung in das Projekt zu integrieren. Man hätte zu grosse Änderungen der geplanten Bauten vornehmen müssen.»

Stattdessen sei nun im betroffenen Gebäude – es handelt sich um eines der acht Häuser im Baubereich B – eine gemischte Nutzung vorgesehen: Bis ins zweite Obergeschoss entstehen Dienstleistungsflächen, darüber Wohnungen. Schneider bedauert, dass der Vertrag mit Kumar Kamlesh nicht zustande kam. «Es wäre ein spannendes Angebot gewesen – nicht nur für das Areal, auch für ganz Luzern Süd.» Hier eine Visualisierung mit Häusern aus dem Baubereich B im Vordergrund:

(Visualisierung: PD)

(Visualisierung: PD)

Kamlesh bestätigt auf Anfrage, dass im Nidfeld kein Wellnessbad realisiert wird. Zu den Gründen will er sich nicht äussern. Eine Expansion an einem anderen Standort werde es in den nächsten Jahren nicht geben. Er sei nun 65 Jahre alt und werde allmählich in den Hintergrund treten, so Kamlesh. Stattdessen soll das Unternehmen an seine Kinder übergehen, die dann für allfällige Expansionspläne zuständig sein werden.

Vorsorglich Baugesuch ohne Bad eingereicht

Damit wartet die Agglomeration Luzern nach dem Scheitern eines Erlebnisbads in der Mall of Switzerland weiterhin auf eine neue grössere Anlage dieser Art. Dass die Verhandlungen im Nidfeld scheitern, kommt indes nicht ganz überraschend. Losinger Marazzi hatte für diesen Fall im Frühling bereits vorsorglich ein Baugesuch ohne Wellness-Anlage eingereicht. Darum kommt es im Baufeld B nun auch nicht zu Verzögerungen.

Solche erwartet Losinger Marazzi auch beim Hochhaus nicht. Der Baustart war ohnehin erst in einer zweiten Etappe im Sommer 2022 vorgesehen. Diesen Termin hält Losinger Marazzi trotz Einsprachen nach wie vor für realistisch.

Abklärungen für Autobahn-Überdachung

Zum Inhalt dieser Einsprachen äussert sich der Krienser Bauvorsteher Matthias Senn (FDP) derzeit nicht. Dies, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wie er auf Anfrage schreibt. Für den Stadtrat gebe es bezüglich Hochhaus aber auch noch Fragen im Zusammenhang mit der Realisierung einer allfälligen Überdachung der Autobahn im Gebiet Nidfeld. Eine solche könnte als flankierende Massnahme zum Autobahnprojekt Bypass realisiert werden, wobei Finanzierung und Zeitpunkt noch offen sind. «Die technischen und architektonischen Konsequenzen der Überdachung für das Hochhaus werden nun durch Losinger Marazzi geklärt», so Senn.

Auf dem Nidfeld-Areal sollen bis 2024 rund 445 Wohnungen und Gewerberäumen entstehen. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von rund 170 Millionen Franken. Das Grundstück, auf dem sich früher der Pilatusmarkt befand, gehört Coop.

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