PLAKATE: Stadt Luzern richtet digitale Plakatstellen ein

Auf dem öffentlichen Grund der Stadt Luzern wird es möglicherweise an elf Standorten digitale Werbeplakate geben. 2016 werden als Pilotversuch auf dem Bahnhof- und Löwenplatz zwei digitale Plakatstellen eingerichtet.

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Ein Mann klebt ein Plakat auf. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)

Ein Mann klebt ein Plakat auf. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)

Verlaufe der Versuch erfolgreich, würden an neun weiteren Standorten digitale Plakatstellen realisiert, teilte der Stadtrat am Montag in einem Bericht an das Parlament mit. Der Markt für Aussenwerbung unterliege einem grossen Wandel. Papierplakate würden zunehmend durch Leuchtplakate ersetzt.

Für die Digitalisierung in Frage kommen die sogenannten Cityplanstellen. Diese sind beleuchtet und zeigen auf einer Seite Werbung und auf der anderen den Stadtplan.

Die digitalen Plakate müssen die Vorgaben zum Ortsbildschutz und zur Verkehrssicherheit einhalten. Filme dürfen nicht gezeigt werden. Die Motive müssen in einem ruhigen Rhythmus wechseln, und die Unterschiede zwischen Hell und Dunkel müssen gering sein.

Für die digitalen Plakate und auch die anderen Plakatstellen auf öffentlichem Grund wird in der Stadt Luzern von 2016 bis 2023 nicht mehr die APG/SGA Allgemeine Plakatgesellschaft verantwortlich sein, sondern die Clear Channel Schweiz AG. Diese hatte in einer öffentlichen Ausschreibung das günstigere Angebot gemacht. Der Vertrag muss noch vom Stadtparlament genehmigt werden.

Mehr Einnahmen erwartet

Betroffen vom neuen Plakatvertrag sind rund 600 Papierplakate, Leuchtplakate und Plakatstellen an Bushaltestellen. Das Ausschreibungsverfahren für die neue Kategorie Kleinplakate wurde abgebrochen, da gemäss Stadtrat keine überzeugende Offerte eingegangen war. Die Stadt prüft, die Kleinplakate im freihändigen Verfahren zu vergeben.

Der auslaufende Vertrag brachte der Stadt jährlich Erträge von 1,2 Millionen Franken. Mit dem neuen Vertrag rechnet die Stadt mit Einnahmen von bis zu 2 Millionen Franken.

Die Clear Channel darf keine Plakate aufhängen, die gegen ein geltendes Gesetz verstossen. Die Plakate dürfen ferner weder religiöse noch sittliche Gefühle noch die Würde des Menschen verletzen, geschlechterdiskriminierend sein oder für Suchtmittel und Konsumkredite werben. (sda)