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PLAN LUMIÈRE: Eine Hommage an Luzerns nächtlichen Lichterglanz

Bricht die Nacht herein, rückt das Beleuchtungskonzept Plan Lumière die Stadt Luzern ins rechte Licht. Nun würdigt die Stadt das nicht von Anfang überall auf Zustimmung gestossene, in Zwischenzeit aber mehrfach ausgezeichnete Lichtkonzept mit einem Fotobuch.
Das Fotobuch zur Plan Lumière feierte am Dienstag Vernissage. (Bild: PD)

Das Fotobuch zur Plan Lumière feierte am Dienstag Vernissage. (Bild: PD)

Der Plan Lumière habe das nächtliche Luzern spürbar positiv verändert und aufgewertet, schreibt der Stadtrat in einer Medienmitteilung zur Buchvernissage vom Dienstagabend.

Zur Entstehung des Fotobuches wesentlich beigetragen hätten auch die Preisgelder des city.people.light-Awards und des Umweltpreises der Luzerner Albert Koechlin Stiftung, mit denen das Luzerner Lichtkonzept ausgezeichnet wurde, heisst es weite.

Das Buch im A5-Plus-Format beinhaltet einen 32-seitigen Textteil. Als Hauptteil werden in 25 doppelseitigen Aufnahmen neu beleuchtete Sehenswürdigkeiten, Plätze, Gassen und Uferbereiche gezeigt. Diese Fotos stammen zum Grossteil vom Luzerner Fotografen Gabriel Ammon. Gestaltet wurde das Buch vom Luzerner Grafiker Erich Brechbühl.

Weniger ist mehr

Der Plan Lumière der Stadt Luzern ziele darauf ab, nicht mehr sondern differenzierter zu beleuchten, heisst es in der Medienmitteilung. Das Belichtungskonzept respektiere die Dunkelheit und leuchte objektbezogen Gebäude, Plätze und Gassen aus.

Mit Plan Lumière, dem die Stadtluzerner Stimmbevölkerung 2008 an der Urne zugestimmt hatte, wurden auch veraltete Leuchten durch neue, energieeffizientere ersetzt und dabei auf sensible Landschaftsbereiche und einheimische Tierarten Rücksicht genommen.

Insgesamt verbraucht die neue Beleuchtung, die im Herbst 2018 vollständig umgesetzt sein soll, trotz zusätzlicher beleuchteter Objekte 45 Prozent weniger Energie als die alte.

Dies sprach sich herum. Und so nahmen in der Zwischenzeit auch andere Städte den Luzerner Plan Lumière als Vorbild und initiierten ähnliche Projekte.

Die Zustimmung aber war nicht immer von allen Seiten vorhanden. Vor der Abstimmung im Jahr 2008 ergriffen beispielsweise Nostalgiker das Referendum. Sie wollten verhindern, dass die 1978 zur 800-Jahr-Feier der Stadt installierten Laternen ersetzt werden. Der Stadtrat bot einen Kompromiss an: In der Altstadt sollten die alten Laternen bleiben, aber technisch verbessert und modifiziert werden.

Zudem stritten im vergangenen Sommer das Fünf-Sterne-Hotel Schweizerhof und die städtischen Behörden um farbige Fenster. Vorrichtungen im Innern der Hotelzimmer mit Blick auf den Vierwaldstättersee liessen die Fenster in den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb erscheinen. Die Aufmerksamkeit erregenden, farbigen Lichter passten der Stadtregierung nicht ins Beleuchtungskonzept, da der Plan Lumière für Gebäude kein farbiges Licht zulässt, sondern nur eine warm-weisse Beleuchtung.

Die Besitzerfamilie akzeptierte das Nein der Stadtregierung zu einem nachträglichen Baugesuch nicht, verlangte eine juristische Beurteilung und reichte Verwaltungsbeschwerde beim Luzerner Kantonsgericht ein. Wie eine Sprecherin des Hotels auf Anfrage sagte, ist diese Beschwerde noch immer hängig. (sda)

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