PLAN LUMIÈRE: Moderne Lampen: Stadt Luzern krebst zurück

Die umstrittenen Stelen werden aus dem neuen Luzerner Beleuchtungs konzept gekippt. Die Stelen-Gegner sind trotz­dem unzufrieden.

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So hätten die geplanten und umstrittenen Stelen ausgesehen. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

So hätten die geplanten und umstrittenen Stelen ausgesehen. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Der Druck der Luzerner Stadtbevölkerung zeigt Wirkung: Bei der Erneuerung des Beleuchtungskonzeptes für die Stadt Luzern, dem Plan Lumière, verzichtet der Stadtrat nun ganz auf die ursprünglich geplanten modernen Beleuchtungskörper.

Anstelle der so genannten Stelen will er in der Altstadt die vor 30 Jahren angeschafften Laternen beibehalten. Diese sollen aber mit Reflektoren nachgerüstet werden, damit nicht nur die Gehwege, sondern auch Häuserfassaden dezent angeleuchtet werden können. Dies haben Recherchen unserer Zeitung ergeben. Über die Details wird die Stadt am kommenden Freitag informieren.

Abstimmung am 30. November
Im Mai 2008 formierte sich in Luzern ein überparteiliches Komitee, das mit 2285 gesammelten Unterschriften das Referendum gegen den Plan Lumière zu Stande brachte. Herrscht bei den Stelen-Gegnern nun das grosse Aufatmen?

Keineswegs. «Wir sind auch mit dieser neuen Lösung nicht einverstanden», sagt Katja Kraess, Initiantin des Referendumskomitees. «Wir wollen, dass die alten Laternen so belassen werden, wie sie sind. Sie aufzurüsten ist schwachsinnig.» Kraess betont, dass ihr Komitee bislang zwar in erster Linie die Stelen kritisierte, doch: «Wir lehnen den ganzen Plan Lumière ab. Das neue Beleuchtungskonzept ist völlig überflüssig.»

«Mogelpackung»
Dass die Stadt am kommenden Freitag eine Kompromisslösung präsentieren wird, wertet Katja Kraess als «Mogelpackung». «Der Stadtrat lässt die Stelen nur fallen, um das Beleuchtungskonzept bei der Abstimmung am 30. November durchzubringen. Wenn das Volk zustimmt, dann gehts los mit der totalen Ausleuchtung der Stadt dann wird Luzern zu Disneyland.»

Pascal Imbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.