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PLANUNG: Theater pocht weiter auf Neubau

Der Glaube an ein neues Theatergebäude lebt weiter. Die Schlappe im Kantonsrat wirft aber neue Fragen auf.
Hugo Bischof
Blick über den Rathaussteg auf das Gebäude des Luzerner Theaters. (Bild Pius Amrein)

Blick über den Rathaussteg auf das Gebäude des Luzerner Theaters. (Bild Pius Amrein)

Hugo Bischof

Der kantonale Planungskredit von 7 Millionen Franken für das Projekt Salle Modulable /Neues Theater Luzern wurde vom Kantonsparlament am Montag mit 62 Nein- gegen 51 Ja-Stimmen abgelehnt (Ausgabe vom Dienstag). Die am Luzerner Inseli geplante Salle Modulable war als neue Heimat auch für das heutige Luzerner Theater vorgesehen. Wie sieht dieses nun seine Zukunft?

«Schnellschuss wäre verkehrt»

«Einen Plan B gab es bewusst nicht, und ein Schnellschuss wäre grundverkehrt», sagt dazu Birgit Aufterbeck Sieber, Präsidentin der Stiftung Luzerner Theater. «Viel hilfreicher ist es, wenn wir uns jetzt die Zeit zur Analyse nehmen und noch einmal genau zuhören.» Die Wortmeldungen im Kantonsrat seien sehr differenziert und aufschlussreich gewesen. Viele hätten geschildert, wie hin- und hergerissen sie seien.

Fast durchgängig sei die Bedeutung der Kultur für Luzern, des Lucerne Festivals und des Luzerner Theaters betont worden. Aufterbeck Sieber folgert daraus: «Es geht also nicht um die Frage, ob Luzern ein neues Theatergebäude baut, sondern wie. Das lese ich durchaus als Auftrag.» Wie viel ein neues Theater kosten würde, dazu wollte Aufterbeck Sieber am Dienstag nichts sagen. 2010 präsentierte der damalige Theaterdirektor Dominique Mentha drei Varianten am heutigen Theaterplatz:

  • Kleiner Anbau mit Vergrösserung Foyer (Kosten: 17 Millionen Franken).
  • Grosser Anbau mit Zusatzgebäude zwischen Jesuitenkirche und Theater (Kosten: 35 bis 45 Millionen Franken).
  • Neubau (Kosten: 70 bis 80 Millionen Franken).

Schulterschluss

Persönlich habe sie am Montag bei aller Enttäuschung den Schulterschluss mit den Kulturpartnern «besonders intensiv gespürt», sagt Aufterbeck Sieber: «Ich glaube fest daran, dass es für Luzern der einzig richtige Weg ist, wenn sich Luzerner Theater, Lucerne Festival, Luzerner Sinfonieorchester und die Freie Szene in ihrer jeweiligen Entwicklung unterstützen können.» Ohne wegweisende Entscheide seitens der Politik gehe dies aber nicht.

Was geschieht nun konkret mit den verbleibenden 80 Millionen Franken aus der Schenkung Engelhorn? Beim Trust, welcher das Geld verwaltet, verwies man auf die Stiftung Salle Modulable. Dort wollte man allerdings nicht auf konkrete Fragen antworten. Daniel Deicher, Sprecher der Stiftung, teilte mit: «Mit dem Entscheid gegen die weiteren Planungsarbeiten für ein Neues Theater Luzern/Salle Modulable hat der Luzerner Kantonsrat das Projekt abgebrochen.» Gefragt sei nun in erster Linie die Politik.

50 000 Franken mehr gesammelt

Erfreuliche News für die Anhänger des Projekts Salle Modulable gabs am Dienstag dennoch: Der Pegelstand des privaten Crowdfundings auf www.theateramsee.ch stieg innert Kürze um knapp 50 000 auf neu 330 200 Franken. «Offenbar gibt es noch immer Leute, die etwas bewirken wollen», sagte dazu einer der Initianten dieser Online-Geldsammlung, der Stadtluzerner FDP-Präsident Fabian Reinhard.

Ob das Crowdfunding überhaupt weitergeführt wird, ist aber noch offen. Reinhard: «Wir werden das in unserem Team jetzt besprechen.» Klar ist: Kommt das Vorhaben, für welches ein Crowd­funding gestartet wird, nicht zu Stande, erhalten die Geldgeber ihr Geld vollumfänglich zurück. Noch aber habe niemand sein Geld zurückverlangt. «Vielleicht geht die Idee in irgend einer Form doch weiter», so Reinhard.

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