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Platz 7: Wechselbad der Gefühle für Schweizer Finalisten

Mario Garcia hat am internationalen Kochwettbewerb Bocuse d’Or in Turin für die Schweiz den siebten Platz erobert. Damit ist er unter den zehn besten Köchen Europas und im Weltfinal. Doch bis er das definitiv wusste, ging unser Land in der Rangverkündigung glatt vergessen.
Hatte sich mehr erhofft: Der Krienser Mario Garcia im Wettkampf. (Bild: Photo Plus Schweiz)

Hatte sich mehr erhofft: Der Krienser Mario Garcia im Wettkampf. (Bild: Photo Plus Schweiz)

(pd/mbe) Garcia schielte am Bocuse d'Or Europa 2018 auf den Sieg und aufs Podest (wir berichteten). «Seine Performance galt unter Insidern als beste des ersten Wettkampftages», schreibt die Gastrobranchenzeitung HGZ. Doch die Schweiz kam an der offenbar ziemlich chaotischen Rangverkündigung vom Dienstagabend in Turin gar nicht vor, weder bei den zehn ersten Plätzen, die sich für den Weltfinal qualifizierten, noch bei den Spezialpreisen. Gross war deshalb die Ernüchterung bei Mario Garcia und seinen Supportern.

Skandinavien gewinnt - Schweiz auf Platz 7

Die Podestplätze eroberten allesamt skandinavische Köche: Der Norweger André Pettersen holte den Gesamtsieg, gefolgt von Schweden (Platz 2) und Dänemark (Platz 3). Während die Sieger bereits jubelten und feierten, meldete sich am Schluss der Moderator nochmals: «Korrektur! Die Schweiz ist auf Platz 7 und qualifiziert sich ebenfalls für Lyon!» – Eine Achterbahn der Gefühle also für Mario Garcia und seine mitgereisten Fans aus der Schweiz.

Wie geht es Garcia einen Tag nach dem Wettbewerb? Als wir ihn am Telefon erwischen, fährt er gerade über die Schweizer Grenze. «Ich fühle mich ziemlich leer», sagt er zu unser Zeitung, «ich verspüre snrt keine Wut über den Wettbewerb oder die Jury.» Er werde jetzt zusammen mit der Schweizer Akademie Bocuse d'Or die Ursachen analysieren, warum es ihm nicht ganz nach vorne gereicht habe.

«Ich fühle mich ziemlich leer momentan. Jetzt müssen wir zuerst sachlich analysieren, warum es nicht ganz nach vorne gereicht hat.»

Die Organisation der skandinavischen Kochkollegen bezeichnet Mario Garcia als «grosses Kino». Da könne sich die Schweiz und andere Länder etwas abgucken. «Für diese Perfektion fehlt bei uns manchmal das Budget», fügt der Krienser hinzu.

Neben den Siegern aus Skandinavien haben sich Spitzenköche aus folgenden Ländern für den Final des Bocuse d'Or 2019 in Lyon qualifiziert: Finnland, Frankreich, Belgien, die Schweiz, Ungarn, Island und Grossbritannien.

Der «Bocuse d'Or» ist der renommierteste Kochwettbewerb der Welt und für viele Köche das Höchste der Gefühle. Insgesamt 1300 Supporter schauten den 20 Spitzenköchen aus ganz Europa im Oval Lingotto Fiere der Gourmet Expoforum in Turin während zwei Tagen über die Schultern und feuerten sie an.

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