PLATZMANGEL: Feuerwehr braucht Neubau

Das Feuerwehrdepot Luzern ist sanierungsbedürftig und platzt aus allen Nähten. Was es braucht ist ein Neubau – idealerweise am bestehenden Standort.

Lena Berger
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Der Feuerwehrstützpunkt Luzern muss innerhalb der nächsten fünf Jahre neu gebaut werden. Im Bild: Feuerwehrkommandant Theo Honermann im Feuerwehrgebäude. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der Feuerwehrstützpunkt Luzern muss innerhalb der nächsten fünf Jahre neu gebaut werden. Im Bild: Feuerwehrkommandant Theo Honermann im Feuerwehrgebäude. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

«Bis in spätestens fünf Jahren brauchen wir eine neue Lösung», sagt Stadtbaumeister Bruno Weishaupt. Er bestätigte gestern auf Anfrage, dass die Stadt derzeit Abklärungen für einen Neubau des Feuerwehrstützpunktes Luzern trifft. Das bestehende Gebäude, das bis 1973 als Tramdepot genutzt wurde, sei stark sanierungsbedürftig. Es entspreche nicht mehr den Anforderungen, die an ein Gebäude wie das der Feuerwehr betriebstechnisch gestellt würden.

Bei Erdbeben droht Gefahr

Die letzte Sanierung liegt zehn Jahre zurück. Schon damals musste für 3,3 Millionen Franken das Gebäude stabilisiert werden, weil die Wände zum Teil einsturzgefährdet waren. 2007 deckte der Sicherheitsbericht der Stadt Luzern wieder Defizite auf – beispielsweise bei der Notstromversorgung und der Erdbebensicherheit. «Wenn es in Luzern zu einem schweren Erdbeben käme, bestünde die Gefahr, dass die Rettungsfahrzeuge verschüttet würden», befürchtet auch Feuerwehrkommandant Theo Honermann.

Akuter Platzmangel

Durch die verschiedensten Aufgaben der Stützpunktfeuerwehr sind zudem gemäss Honermann die Kapazitätsgrenzen im alten Tramdepot ausgereizt. Die technische Entwicklung habe dazu geführt, dass neue Geräte und Fahrzeuge, heute mehr Platz bräuchten. Auch deshalb hält Stadtbaumeister Bruno Weishaupt einen Neubau für die einzig sinnvolle Lösung: «Eine erneute Sanierung wäre kostenaufwendig und würde kaum einen Mehrnutzen bringen».

Zentraler Standort ist Bedingung

Weishaupt schlägt vor, am Standort Kleinmatt festzuhalten. «Nach der Prüfung verschiedener Standorte hat sich der bestehende als der geeignetste herausgestellt». Das Hauptargument sei dabei die zentrale Lage. Die Feuerwehrleute müssten den Stützpunkt schnell erreichen, um nach einer Alarmierung innert zehn Minuten am Ereignisort zu sein.

Vorschläge an den Stadtrat

In den nächsten Wochen wird Stadtbaumeister Weishaupt dem Stadtrat ein Konzept zum weiteren Vorgehen vorlegen. Darin soll auch dargelegt werden, welche Standorte sich für eine Übergangslösung anbieten würden. «Bei der Suche nach einem Provisorium ist wieder die zentrale Lage ein wichtiges Kriterium», sagt Weishaupt. Wo genau das sein könnte, dazu wollte er sich noch nicht äussern. Auch die Kosten für einen Neubau sind noch nicht bekannt. Der Stadtrat wird sich im März mit dem Thema befassen und anschliessend über das weitere Vorgehen informieren.

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