Politik
Jetzt setzt auch der Kanton Luzern auf gelochte Abstimmungscouverts

In anderen Kantonen gibt es sie bereits, für die Abstimmung vom 13. Februar kommen sie erstmals auch im Kanton Luzern zum Einsatz: Abstimmungscouverts mit Löchern. Das erleichtert dem Personal in den Urnenbüros die Arbeit.

Alexander von Däniken
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Die Abstimmungszettel gehören ins grüne Couvert und dieser zusammen mit dem Stimmausweis in den Hauptumschlag. So weit, so gut. Erstmals werden nun den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern im Kanton Luzern grüne Couverts mit vier Löchern verschickt.

So sehen die neuen Couverts aus.

So sehen die neuen Couverts aus.

PD

Dabei handelt es sich nicht um einen Fehler, sondern um eine Massnahme, welche die Arbeit in den Urnenbüros erleichtert. In Kantonen wie Zug, Zürich, St. Gallen oder Aargau sind die gelochten Couverts schon länger im Einsatz, wie das Luzerner Justiz- und Sicherheitsdepartement mitteilt.

Matthias Kunz, Präsident des Gemeindeschreiber- und Geschäftsführerverbands Luzern, erklärt:

«Trotz zuverlässiger Arbeit der Urnenbüromitglieder kann es in Ausnahmefällen vorkommen, dass einzelne Stimm- und Wahlzettel im grünen amtlichen Stimm- und Wahlcouvert beim Auspacken übersehen werden.»

Mit den vier Löchern könne man diesem Problem entgegenwirken. «Die Urnenbüromitglieder können mithilfe der Löcher rasch und auf den ersten Blick erkennen, ob noch Stimmzettel im Couvert sind. Damit kann die schon jetzt hohe Qualität im Urnenbüro noch weiter gesteigert werden.»

«Ja» und «Nein» durch Löcher nicht sichtbar

Gemäss dem Kanton bleibe das Stimmgeheimnis gewahrt, der Inhalt der Stimmabgabe könne auch mit den Löchern von aussen nicht erkannt werden. Die zusätzlichen Produktionskosten der Couverts werden vom Kanton getragen und fallen mit rund 800 Franken pro Jahr sehr gering aus. In den Unterlagen, die für die Abstimmung vom 13. Februar in den nächsten Tagen an die Stimmbevölkerung verschickt werden, ist auch ein Infoblatt enthalten.

Der Vorschlag für die gelochten Couverts stammt von der Gemeinde Horw. Sie hatte das Thema laut Matthias Kunz an einer Sitzung des Gemeindeschreiber- und Geschäftsführerverbandes Luzern vom 22. Januar 2020 vorgebracht. Der Verband habe darauf die Initiative ergriffen und Kontakt mit der Abteilung Gemeinden aufgenommen. Es folgten diverse Gespräche. «Der Verbandsvorstand ist überzeugt von den neuen Couverts mit den Einstanzungen», so Kunz.

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