POLITIK: Niemand will Präsident der CVP werden

Wer will Nachfolger von CVP-Präsident Ivo Bühler werden? Bislang haben alle aktiven CVP-Politiker abgesagt. Nun wirds eng.

Luca Wolf
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Tritt am 15. April als CVP-Präsident zurück: Ivo Bühler. (Bild: PD)

Tritt am 15. April als CVP-Präsident zurück: Ivo Bühler. (Bild: PD)

Die Hosen flattern ihm vor lauter Nervosität noch nicht, sagt Ivo Bühler. «Wir haben ja noch zweieinhalb Monate Zeit.» Doch langsam wirds knapp mit der Suche nach Bühlers Nachfolger als Präsident der CVP Stadt Luzern. Der 38-Jährige gibt das Amt an der Generalversammlung der CVP vom 15. April ab. «Wir führen zwar Gespräche mit möglichen Kandidaten, haben allerdings noch keine Zusagen», sagt Bühler.

Der zeitliche Aufwand für dieses Amt beträgt laut Bühler in einem Nicht-Wahljahr etwa 5 bis 10 Prozent. Während eines Wahljahres müsse man mit 20 bis 30 Stellenprozent rechnen. Das Amt wird für Gottes Lohn, also voll im Ehrenamt ausgeführt.

Parlamentarier sagen ab

Vize-Präsident Pascal Näf wie auch die weiteren Mitglieder aus der CVP-Parteileitung stehen laut Bühler nicht zur Verfügung. Ausgesprochen gerne wird in solchen Situationen auf Mitglieder des Parlaments zurückgegriffen. Doch auch daraus wird nichts. Denn aus der neunköpfigen CVP-Fraktion verspürt keiner Lust, fürs Präsidium anzutreten. «Leider kann sich das niemand vorstellen», sagt Fraktionschefin Franziska Bitzi Staub, die ebenfalls in der Findungskommission sitzt. Auch die fünf Stadtluzerner CVP-Kantonsräte lehnen ab.

Folglich muss die Partei wohl entweder auf einen Ex-Politiker oder einen Polit-Neuling setzen. «Ich ging schon davon aus, dass die Nachfolgesuche eine zähe Sache wird. Von sich aus macht man das in der Regel nicht, da wird man dazu überredet», sagt Bühler.